Entlang der Mosel - 22. September bis 8. Oktober 2023

So sieht es in unserer Garage aus, wenn es losgeht. Am Freitag um 8 Uhr fahren wir ab und wählen die Route über den Hunsrück, da wir hier noch nie waren. Es ist eine schöne Fahrt - landschaftlich und ohne Stau. Es ist hügelig, etwa wie der Schwarzwald. Von einer Hochebene kommt man dann hinunter ins Moseltal. Wir steuern den Stellplatz in Neumagen-Dhron an, der direkt an der Mosel liegt. Wir bekommen gerade noch einen der letzten 3 freien Plätze und passen der Länge nach gerade noch so rein.

Der Platz kostet 23 Euro, inkl. Strom und Nutzung der sanitären Anlagen

 

 

Wir gehen ins "Käpt´n Cook" essen, das direkt anschließend ist. Thomas isst Wiener Schnitzel, Bratkartoffel, Salat, 2 dunkle Weizenbier und ich nehme Hähnchenbrust mit Bandnudeln, Salat und 0,2l Rosewein. Wir bezahlen 50 Euro inkl. schöner Aussicht.

Wir schlendern noch durch den kleinen Ort und essen ein Eis. Kaufen noch Brot und genießen dann den Abend vor dem Womo.

 

Samstag, 23.9. Heute Nacht war es recht kühl (13°C) und wir mussten heizen. Um 12 Uhr wird es warm und wir radeln entlang der Mosel nach Minheim. Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück und Thomas holt noch im kleinsten Haus von Normagen 2 Flaschen Wein (Bild oben rechts).und wieder zurück.       

Blick auf Piesport

Wir sehen einem Weinernter zu - sehr interessant

Auf dem Rückweg kehren wir ein und trinken einen leckeren Federweisen. Dazu einen sehr guten Flammkuchen und Stachelbeerkuchen.

Sonntag, 24.9. Da es erst um 12 Uhr wieder warm wird, machen wir eine Rollertour -  erst nach Trittenheim, weil wir tanken müssen und dann hoch zur Zummethöhe, wo man eine tolle Aussicht auf die Mosel hat.. Danach auf die Panoramastraße nach Piesport. 

Anschließend rollern wir noch nach Bernkastel. Wie zu erwarten, ist viel los an einem Sonntag. 

Unterwegs kaufen wir an einem Automat 4 Flaschen Wein. Man sieht diese Automaten überall rumstehen. Das ist verlockend!

 

Wir sehen uns noch Stellplätze in Graach und gegenüber den SP vom Weingut Stüder-Prüm an, das gegenüber auf der anderen Moselseite liegt und noch zu Bernkastel-Kues gehört, zum Ortsteil Wehlen. Der gefällt uns gut.

Abends essen wir nochmal bei "Käpt´n Cook". Thomas nimmt ein Rumpsteak und ich Filetpfännchen. Mit 1 Bier und 1 Schorle 66 Euro, das ist es wert.

Montag, 25.9. Erst um 12 Uhr wird es sonnig und wir genießen heute den Tag an diesem schönen Plätzchen mit Sicht auf die Mosel. Thomas bezahlt für die 4 Tage. Pro Tag 23 Euro inkl. Sanitärcontainer und Strom an der Parzelle. Das ist günstig. 

Dienstag, 26. Nach Nebelauflösung um 11 Uhr ein herrlicher Sonnentag. Wir fahren weiter entlang der Mosel und sehen uns 2 Stellplätze an, die uns aber nicht so zusagen. Wir entschließen uns, zu Stüder-Prüm zu fahren, im Ortsteil Wehlen. Wieder mit Moselblick und viel Platz. So große Parzellen hat man selten auf einem Stellplatz. Einzig die Entsorgungsstelle und Wasserzapfstelle sind nicht gut. Und das für 12 Euro inkl. Strom!!!

Bei der Anmeldung kaufen wir noch 3 Flaschen Weißwein für 9, 10 und 11 Euro. Abends gehen wir in das 100m entfernte Restaurant "Topinambur" und essen Flammkuchen, der sehr gut ist. Dazu einen neuen Wein.

 

Am Mittwoch radeln wir nochmal nach Bernkastel aber da es mir nicht so gut geht, radeln wir bald wieder zurück. Die vielen Menschen machen mir zu schaffen.

Donnerstag, 28. Heute geht´s mir gut und wir machen eine Radtour in Richtung Traben-Trabach bis nach Zeltlingen. Wir sehen uns 4 Wohnmobil-Stellplätze an. Sie gefallen uns nicht und wir beschließen, in Wehlen zu bleiben.

Zeltlingen

Freitag, 29.9.  bewölkt bei 20 bis 22°C

Heute besuchen wir das Zylinder-Museum. Für die 2 km nehmen wir die Räder. Eintritt: 15 Euro/Pers.

Solche Rollschuhe hatte Gela mal....

und Thomas diesen Kran (von Tante Brigitte)

Drogerie

So haben die Tankstellen tatsächlich ausgesehen. Gela kann sich gut daran erinnern. Man wurde noch bedient!

So viele Eindrücke machen durstig und hungrig. Ich esse einen leckeren Apfelstrudel mit Eis und Sahne. Thomas Kaiserschmarrn. Dann noch Federweiser und ein Bier. Kommt angefahren! Lustig!

Die Besichtigung geht weiter - es gibt noch viel zu sehen. Wir stellen jetzt schon fest, die 15 Euro haben sich gelohnt. An vieles erinnern wir uns noch. So ein Kinderauto hätten wir auch gerne gehabt.

Und hier steht er in weiß: Papa´s ganzer Stolz in den 60igern.

links: VW Passat Fließheck - Thomas hatte den in rot, wie man gerade noch auf dem Foto mit dem Zelt sieht.

wir beide waren 1985 mit dem Zelt in Holland. 1 x und nie wieder! in so einem kleiner Anhänger wär´s wenigstens trocken gewesen. 

Den hat Gela als Leihgabe von ihrem Chef bekommen, bis ihr Golf GTI da war. Ein tolles Fahrzeug, AUDI Quattro.

Es war ein schöner Tag mit vielen Erinnerungen. 90 Jahre deutsche Automobilgeschichte auf 5000 qm , das war interessant. Man schlendert durch authentische Gassen, vorbei an kleine Läden, wie es früher war. Wir kaufen noch bei Rewe ein und Thomas grillt vor dem Womo.

 

Samstag, 30.9. sonnig, teilweise bewölkt ca 21°C.     Heute kommt Beate zu uns, Wir freuen uns rießig! Das wird ein schönes Wochenende.

Erst mal ein Sektfrühstück und dann fahren wir mit Beate´s geliehenem Punto, (der gehörte Rene) nach Bernkastel. Beates neues Auto machte schon Probleme und musste in die Werkstatt.

Abends wollte Thomas natürlich grillen!

Es wurde ein langer Abend. Wir haben viel geredet und gelacht. Ein schöner Tag!

Sonntag, 1. Oktober. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir nach Traben-Trabach und sind etwas von dem Ort enttäuscht.

Es ist natürlich auch viel los.

Wir schlendern durch den Ort und entdecken interessante Dinge, vor allem für Thomas.

Wir setzen uns noch in ein Café und genießen den sonnigen Tag

Beate muss noch gute 1,5 Std. heimfahren und hofft, in keinen Stau zu kommen. Abfahrt ist um 18 Uhr und sie kommt nicht in einen Stau. Es war leider ein kurzes aber ein sehr schönes Wochenende!

Montag, 2.10.  sehr sonnig, 25°C  nach Nebelauflösung . Um 12 Uhr radeln wir los, hinauf auf den Berg gegenüber, den wir von unserem Platz aus sehen. Es geht steil durch die Weinberge aber mit meinem e-bike schaffe ich das gut. Thomas hat etwas zu kämpfen, das freut mich. Oben angekommen, hat man einen schönen Blick auf die Mosel.

Endlich oben! Auf dem Rückweg nehmen wir einen anderen Weg und verfahren uns total. Wir landen auf dem Moselsteig und müssen teilweise die Räder schieben. Thomas hatte mal wieder eine gute Idee für den Rückweg! Um 17 Uhr sind wir aber wieder am Womo und wir genießen noch den Abend.

 

Dienstag, 3.10. bewölkt, 18°C.   Abfahrt 9:30 nach Zell auf den SP am Freizeitzentrum Römerquelle, wo wir um 10 Uhr gerade noch einen der letzten freien Plätze bekommen. Mit Sicht auf die Mosel. Die Plätze sind auch so breit, dass man gerade noch die Markise halb ausfahren kann. Das ist ziemlich eng aber für 10 Euro ohne Strom darf man auch nicht mehr erwarten. Wir wollen hier ja keine Wurzeln schlagen - also stört uns das nicht. Sonst ist der Platz schön. Nebenan gibt es ein "Ständle", wo man Kleinigkeiten bekommt.  Wir essen Currywurst mit Pommes für 11,50 Euro - ist in Ordnung. War lecker.

 

Mittwoch, 4.10. sonnig, 22°C.  Heute radeln wir zum 4 km entfernten "Prinzenkopf". Die letzten 2 km geht es auch hier sehr steil bergauf.

Dort rechts oben zu dem Turm wollen wir. Unten führt die Bahnlinie vorbei mit dem Pündericher Hangviadukt. 786 m lang mit 92 Bögen. 1880 erbaut. Macht Eindruck und erinnert an Harry Potter. Nach einer kleinen Rast geht´s zum Turm 27,5 m mit 130 Stufen - puh!

1888 erstmals erbaut als Holzturm. Der 4. Turm wurde dann 2009 aus Stahl errichtet.

Die Radwege sind wirklich sehr schön hier ausgebaut. Es macht Spass, hier zu radeln. Abends holen wir nochmal am Kiosk was zu essen. Thomas nochmal Currywurst und ich Wiener Schnitzel. Wirklich gut.

Donnerstag, 5.10.  bewölkt 18°C . Alles einladen und los geht die Weiterfahrt nach Briedern, wo es auch wieder einen einfachen SP an der Mosel gibt. Doch das Navi schickt uns zunächst mal durch ein Nadelöhr. Die Doppelstockbrücke in Bullay fordert Thomas heraus. Es ist sehr eng. Dann geht es auch noch sehr eng und kurvig über die Berge - seltsam, eigentlich gibt es eine Straße entlang der Mosel. Schön war die Fahrt trotzdem.

Der Platz ist nicht besonders schön, weil direkt davor alte Schiffe liegen, die die Sicht auf die Mosel einschränken. Aber was will man für 8 Euro auch verlangen. Strom gibt es keinen, aber eine VE. Wir machen einen kleinen Spaziergang durch sehr kleinen Ort zu einer Kapelle

Freitag, 6.10.  nacht´s 9°C, das heißt heizen. Heute bleibt es kühl bei 18°C.. Das merken wir auf der Radtour, die eigentlich bis Cochem gehen sollte. Es ist auch sehr windig und so radeln wir nur ein paar km nach Beilstein. In Bruttig-Frankel essen wir einen Flammkuchen mit Federweißem. 

Abends will Thomas noch grillen. Na denn. Es gibt Gurkensalat dazu. Lecker. 

Samstag, 7.10. mittags 19°C und wir beschließen, nach Cochem mit dem Roller zu fahren. Unser Navi spinnt! Wo schickt uns das bloß immer hin? Thomas stellt fest, dass die Karte von Frankreich noch drauf ist - na kein Wunder. Das update aufzuspielen dauert aber dann geht´s nochmal nach Cochem hinein. Doch es ist Samstag und jede Menge Touristen! Wir finden den Weg zur Burg nicht und mir reicht´s. Also rollern wir in die Höhe über Cochem - auch schön.

Wir bekommen Hunger und wollten eigentlich mal wieder einen leckeren Kuchen aber das Restaurant hat wieder nur Apfelstrudel und so entschließen wir uns, mal wieder Wiener Schnitzel zu essen. 17,50 und sehr gut. Wir setzen mit der kleinen Fähre über nach Beilstein und gehen ins Klostercafé.

Jetzt wollen wir aber nach Ellenz-Poldersdorf zum Weingut Pies, wo Walter Geiser jahrelang mit einem Lastwagen Wein für die ganze Familie und Freunde Wein geholt hat - auch für uns. In guter Erinnerung ist der leckere Wein, den Thomas schon in Aalen seinen Kommilitonen kredenzt hat. Und dann schenkt uns Herr Pies  "Goldbäumchen" ein, den Thomas mit seinen Freunden so geliebt hat. Wir probieren einige Weine und bestellen 7 Karton Wein, den wir morgen abholen können. 

Sonntag, 8.10. nachts 17°C! Tagsüber 22°C. Wir fahren nach Poldersdorf zum Weingut Pies, um die Kartons abzuholen. Herr Pies ladet uns nochal zu einer Weinprobe ein. Er schenkt uns einen Wein nach dem anderen zum probieren ein. Er zeigt uns auch seinen Weinkeller, wie er produziert und wir unterhalten uns lange. Er hatte die letzten Jahre den Wein zu Geiser´s gefahren, weil Walter nicht mehr so weit fahren konnte. Seit dem Tod von Walter fährt er zu Ewald. Auf jeden Fall wird diese Weinprobe in guter Erinnerung bleiben! So viel gelacht haben wir schon lange nicht mehr. Herr Pies ist ein lustiger Mensch! Wir sind dann zum 800m entfernten SP am Sportplatz gefahren, wo ein offizieller SP ist. Genaugenommen eine Wiese beim Fußballplatz. Thomas holt für uns am Sportplatz Schweinshaxe und Bratwurst, denn dort findet ein Turnier statt. Die Poldersdorfer gewinnen 5:0 und das wird natürlich gefeiert - bis in die späte Nacht. Entsprechend war auch unsere Nacht. Nämlich kurz.

Am Montag geht es wieder heim. Auf der Höhe nochmal eine kleine Rast mit einem letzten Blick auf die Mosel. 

Fazit: Ein schöner Urlaub, nur einmal Regen. In der Nacht war es teilweise kalt. Die 2. Woche war es mal sonnig mal bewölkt. Was will man mehr im Oktober. Leider immer ein Kampf um einen Stellplatz, denn im Herbst ist Hoch-Zeit an der Mosel.