Slowenien  vom 27. Mai bis 21. Juni 2025

Abfahrt: Dienstag, 27. Mai, 16:40 nach Manching auf den P, wo wir nach relativ guter Fahrt um 20 Uhr ankommen. Wir legen Saitenwürstle in den Ofen und essen Tomaten und Gurken dazu. Draußen hat es 18°C und ist leicht bewölkt.

Mittwoch, 28.5.   Die Nacht war laut. Durch Ostwind trägt der Wind die Geräusche der 2 km entfernten Autobahn rüber. Nach dem Frühstück Abfahrt um 7:40. Es regnet leicht aber nur kurze Zeit. Hinter Rosenheim/Chiemsee fängt der Stau an und es bleibt auch ein stop and go bis Salzburg.  So kommt man nicht voran. In Golling verlassen wir die Autobahn und tanken. Wir legen auch eine kleine Vesperpause ein und machen ein kurzes Mittagsschläfchen. Um 14 Uhr setzen wir unsere Reise auf der B159 vor, weil es immer noch Stau auf der Autobahn gibt. In St. Johann fahren wir wieder auf die Autobahn. Eigentlich wollten wir heute noch unser 1. Ziel in Slowenien erreichen - Bled - aber uns reichts für heute. So fahren wir den Roseggerhof in St. Jakob am Wörthersee an, wo wir schon letztes Mal auf der Heimreise übernachtet haben und ein gutes Wiener Schnitzel gegessen haben. Um 17.40 kommen wir dort an. Es stehen schon einige Womos und Wohnwagen auf der grünen Wiese und wir gesellen uns dazu.

Alles startklar

Der Roseggerhof in St. Jakob

Der dazu gehörende Stellplatz

Da lacht Thomas. So ein Wiener Schnitzel muss sein, wenn man in Österreich ist. Und es schmeckt sehr gut. Wir bezahlen für das Essen 58 Euro und für den SP 22 Euro. Normalerweise kostet der SP 16 Euro + 3,00/Pers., 2,70/Pers. Kurtaxe, + Strom, (den man nehmen muss 4,00). Ganz schön viel für eine grüne Wiese. Wenn wir da an Frankreich denken! So ein Platz kostet dort oft nichts!

Donnerstag, 29.5.   Wenigstens war es ruhig hier. Nach einem gemütlichen Frühstück steuern wir Slowenien an. Es sind nur noch 45 km nach Bled. Noch durch den 7,9 km langen Karawankentunnel und runter von der Autobahn über eine schmale Straße und schon sind wir da. 

Aber: Beate hat eine Erinnerung an Bled: Sie standen ständig im Stau - wir auch. Das fängt ja schon gut an. Bled ist ein Hot Spot! Und nachdem wir uns durch die engen Gassen und die vielen Touristen gequält haben, ist der Campingplatz auch noch voll belegt! Also  zurück und nochmal das Vergnügen durch die an sich sehr schöne Stadt mit 5000 Einwohner.

 

Wir fahren weiter zum River Camping Bled in Lesce, ca. 6 km von Bled. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen aus und ruhen uns erst mal aus.

Später machen wir eine Besichtigungstour durch den Campingplatz.

20 m von unserem schönen Plätzchen fließt die Sava vorbei. Da schwimmen welche!!

Freitag, 30.5.   sonnig, mittags 23°C.  Nach einem ausgiebigen Frühstück und duschen im schönen Sanitärgebäude rollern wir um 11.30 nach Bled und, liebe Beate du ahnst es schon, wir stehen erst mal im Stau. Direkt am See stellen wir dann unseren Roller ab und machen einen 3 std. Spaziergang um den See. Eigentlich braucht man nur 1,5 Std. aber wir suchen immer wieder mal den Schatten auf, denn es ist in der Sonn sehr heiß. Der Campingplatz ist immer noch "complet". Wir setzten uns auf die Terrasse des Restaurants und genießen eine sehr gute Bleder Cremeschnitte (mit Kaffee und Tee 20 Euro). Die oberste und unterste Schicht besteht aus einem hauchdünnen Mürbteig. Oben dann Sahne und unten Vanillepudding.

Die Burg von Bled. Die älteste von Slowenien 1011 erstmals erwähnt.

Man sieht hier noch vielen Villen - wahrscheinlich aus der K & K Zeit, als Slowenien noch zu Österreich gehörte; ab 1400 bis nach dem 2. Weltkrieg.

Auf der einzigen Insel Sloweniens steht das Kirchlein Maria im See aus dem 14. Jh. Man kann sich hinschippern lassen aber die 99 Stufen hinauf bei der Hitze - nein danke

Der See liegt wirklich wunderschön inmitten von Bergen, die momentan sogar eine weiße Mütze haben. Und der Rundweg ist wirklich schön.

Das mit dem Kamera-Stick bekommen wir noch nicht so richtig hin. Das ist immer lustig.

Der fährt um den See herum

Als wir am Roller ankommen, steckt ein Strafzettel am Roller. 40 Euro wenn wir innerhalb 8 Tagen bezahlen, danach 80 Euro!! Wir haben in Deutschland, Frankreich, Italien, Dänemark, Großbritannien schon so oft an gleichen Plätzen geparkt und nie einen Strafzettel bekommen.

Samstag, 31.5. sehr sonnig, mittags 28°C. Eigentlich wollten wir heute morgen zur Vintgar Klamm rollern, aber die Online Tickets waren fast schon alle vergeben. So entschließen wir uns an den Bohinj See zu rollern. Dieser ist etwas größer als der Bleder See und mehr Natur ohne Bebauung aber Touristen gibt es genau so viele und Parkplätze für Motorräder wie es in anderen Ländern üblich ist,  gibt es überhaupt nicht. Man darf überhaupt nur auf kostenpflichtigen Parkplätzen stehen. Bis 31.5. kosten die für 1 Std. 1,50 ab 1.6. dann 3,00 Euro. Ob es in Berlin oder Paris auch so teuer ist?

Wir parken also auf einem Autoparkplatz und setzen uns an den See, der sehr klar ist. Man sieht viele Fische schwimmen. Der See hat 15°C und es gibt tatsächlich ein paar Hartgesottene, die darin schwimmen. Wir rollern in die Höhe bis zum Parkplatz für den Savica Wasserfall, aber 553 Stufen führen steil hinauf zum Wasserfall. In gute 20min soll man ihn erreichen aber meine Leiste schmerzt und ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Der Eintritt kostet 4,00 Euro.

Kurzer Stopp an der Sava

Parkplatz für PKW

Thomas misst die Wassertemperatur: 15°C! Zu kalt... um zu baden.

Thomas würde gerne angeln bei so vielen Fischen...

Auf dem Rückweg nochmal die Füße in die Sava

In unserer Nachbarschaft steht dieses interessante Reisemobil

Sonntag, 1. Juni sonnig 28°C  um 12 Uhr. Wir rollern direkt zur Vintgar-Klamm. Thomas hat 5 x versucht, das Online-Ticket zu buchen. Es klappte nicht. Der Parkwächter winkt uns durch und wir können kostenlos neben einigen anderen Motorrädern parken. Wir gehen direkt zum Kiosk und versuchen es mit der Dame zusammen noch einmal aber online geht nicht und vor Ort ein Ticket kaufen, geht nicht. Die freundliche Dame lässt uns rein - kostenlos! Wie hätten ja bezahlt aber so haben wir wenigstens einen Teil unseres unberechtigten Strafzettels aus Bled wieder reingeholt. Der Eintritt hätte 30 Euro für uns beide gekostet. Für Rentner oder Schwerbehinderte gibt es hier in Slowenien keinen Rabatt, da ist Dänemark oder Frankreich sehr vorbildlich. Es ist Helmpflicht, man bekommt ihn am Eingang aber wir nehmen unsere Motorradhelme, was sich als nicht so gut herausstellt, weil die doch sehr warm sind. 

Die 1,6 Kilometer lange Vintgar- Klamm  liegt zwischen den majestätischen, senkrechten Wänden der Berge Hom und Boršt, der Radovna-Fluss hat sie mit Wasserfällen, Gumpen und Stromschnellen geformt. Über die Klamm führt ein Lehrpfad über Holzbrücken und Galerien, der durch den mächtigen, 13 Meter hohen Flusswasserfall Šum abgeschlossen wird,  der einer von drei Flusswasserfällen in Slowenien ist. Der Name Vintgar soll einer Interpretation nach aus dem deutschen Wort "Weingarten" abgeleitet sein, nach den Weingärten im nahe gelegenen Podhom. Einer anderen Erklärung zufolge soll die Bezeichnung vom slowenischen Wort für Weinglas (vinski kozarec) herrühren, an dessen Querschnitt die Schlucht erinnern soll. 

Die Vintgar-Klamm  wurde 1891 vom Bürgermeister von Žumer und dem Kartografen und Fotografen Lergetporer entdeckt. 

1893 wurden mehr als 500 Meter Brücken und Galerien gebaut und die Klamm so für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Klamm ist wirklich wunderschön!!! Leider haben wir für den Rückweg nicht wie von mir gewünscht, den Shuttlebus genommen sondern den 1,5 Std. langen Rückweg. Und ich weiß, dass ich mit meiner Kondition immer die doppelte Zeit brauche. Ich war danach kaputt, denn es geht stetig bergauf.

 

Montag, 2.6.  sonnig, 28°C   Abfahrt nach gemütlichem Frühstück um 9.30 über die Landstraße zum Ljubljana Camping Resort in der Hauptstadt. Nach 53 km kommen wir um 10.30 dort an und bekommen einen wunderschönen 100 qm Platz - 50 Euro/Tag.
Der Camping ist jetzt schon fast voll.

Nachdem wir uns gut eingerichtet haben, rollern wir gleich die 6 km nach Ljubjana und parken an der Drachenbrücke. Es stehen sehr viele Roller und Motorräder hier und so erwarten wir keinen Strafzettel. Wir machen eine Bootsfahrt, weil ich gelesen hatte, dass es einige Kanäle gibt, die mit dem Boot befahrbar sind. Es handelt sich aber nur um einen Kanal, der befahren wird.  3/4 Std. 24 Euro wir beide. 

Wir ergattern den Logenplatz.

Ljubjana hat 250 000 Einwohner,
davon 50 000 Studenten. 

Den ganzen Kanal entlang gibt es schöne Sitz-gelegenheiten. Und sehr viele schöne Brücken.

Der Markt ist sehr groß aber wir brauchen nichts.

Es gibt nicht sehr viele schöne Häuser, die den Krieg und Jugoslavien überlebt haben. Unter schöner Altstadt verstehen wir mehr. Kein Vergleich zu unserem Dresden oder Erfurt.

Wir beschließen aber, doch noch mit dem "Bähnele" zu fahren, denn auf so Stadtrundfahrten sieht man meist viel.

Die Burg haut uns jetzt auch nicht gerade um. Man kann auch mit einer Seilbahn hinkommen. Wir gehen einmal um die Burg herum - das Bähnele wartet 10 min. dann geht´s weiter.

Ein schöner Blick auf die Stadt mit

vielen Häusern aber auch viel Grün

Drachen sind wohl das Wahrzeichen der Stadt. Hier holen wir unseren Roller und fahren wieder zurück zum Campingplatz. Unterwegs kaufen wir noch bei Hofer (ALDI) ein. 

Thomas bruzzelt Kotellets und ich forme aus den angeblichen Cevapcici Fleischküchle. Dazu einen gemischten Salat.

Dienstag, 3.6.  sonnig, 28°C    Heute faulenzen wir mal ausgiebig. Vor allem ich habe keine Lust, nochmal in die Stadt zu fahren. Wir fanden sie nicht so überwältigend.

Mittwoch, 4.6.  sonnig, 28°C   Wir verlassen die Hauptstadt und erreichen nach 17 km das Arboretum und das ist etwas für unseren Geschmack. Um 10 Uhr betreten wir den 85 ha großen Park mit angeblich 5.800 Bäumen - wir haben sie nicht gezählt aber es kann stimmen. 1/3 des Parks ist mit Blumen bepflanzt- entsprechend der Jahreszeit. Jetzt Anfang  Juni viele schöne Rosen - 1500 Stück - auch die haben wir nicht gezählt aber es sind wunderschöne Exemplare.

... und ein kleines Kakteenhaus

Es gibt ein kleines Schmetterlingshaus...

Wir sind 5 Std. in dem Park. Der Eintritt von 17 Euro für uns beide hat sich gelohnt.

Die Torten waren mit je 5 Euro teuer aber sehr, sehr lecker.

Um 15.15 Uhr fahren wir weiter ins Gebiet Velica Planica bis ganz hinten ins Tal wo es ein kleines Gasthaus gibt, das die Wiese für Wohnmobile zur Verfügung stellt. Man kann Strom bekommen und es gibt ein DIxi-WC aber wir brauchen das ja alles nicht und darüber sind wir sehr froh. Es sind schon 6 Camper da ,die sich auf der großen Wiese verteilt haben. 

Es ist herrlich hier, als stehe man im Wald. Rund herum die hohen Berge. Unten fließt ein sehr schöner Gebirgsbach vorbei - die Kamnik Bistrica, gleich wie dieser schöne Ort.

 

Donnerstag, 5.6.   sehr bewölkt, windig, 18°C, ein paar Tropfen Regen. Ausgerechnet heute, wo wir auf den Berg gehen.

Willkommen auf der Velika Planina

Wir nehmen für die 3 km den Roller, denn es geht steil bergab auf der Straße und wir wollen unsere Kräfte für die Hochalm aufheben

Velika planina ist ein beliebtes touristisches Ziel in Slowenien, bekannt für ihre wunderschöne Hochalm und die traditionelle Almwirtschaft - von der wir aber nichts gesehen haben, denn die Kühe werden erst Mitte Juni auf die Alm getrieben. Auf der  Hochebene befindet sich das größte erhaltene Hirtendorf Europas mit ca. 140 Hütten.  Es ist sehr touristisch hier und die Hütten werden vor allem im Winter vermietet. 

Es handelt sich um ein Karstplateau in den Steiner Alpen, das sich auf einer Höhe von 1.500 bis 1.600 Metern befindet. 

Zuerst geht es mit einer Gondel nach oben

Die Seilbahn soll eine der längsten in Europa ohne Stützpfeiler sein.

Th. bezahlt 26 Euro und ich 21 Euro

Weiter geht´s mit dem 6-Sessellift

Die Alpenblumen blühen schon. Sogar Enzian

Der Wind pfeift und erste Regentropfen fallen. Wir machen uns schnell auf den Rückweg zur Seilbahn. Die schaukelt schon ganz ordentlich.

Abends essen wir bei unserem Hüttenwirt das größte, beste und günstigste Wiener Schnitzel aller Zeiten. Und wir haben schon viele Wiener Schnitzel gegessen! Serviert wird es auf einem Servierteller. Kostet 18 Euro und der Salat 4 Euro. Andere Camper hatten uns schon schon vorgewarnt und so bestellen wir eines für uns beide. Auch der Wirt empfahl uns, erst mal eines zu essen. Er bringe dann gerne noch ein weiteres, wenn es doch nicht reichen sollte. Der ist ein Unikum und kann sehr gut deutsch. Auf dem Bild unten die Wirtin.

Hinten rechts stehen die Wohnmobile

Ein wirklich uriges Gasthaus

Freitag, 6.6.   sonnig, 24°C   Thomas macht heute eine große Wanderung auf die Berge. Es geht nur steil bergauf - das ist nichts für mich

Ankunft an der Scheppart Schutzhütte auf 1415 m

Mehr zu trinken und zu essen wär besser gewesen

Völlig verschwitzt muss das Hemd erst mal wieder trocknen

Das eigentliche Ziel: Kamnisko Sedlo ca.1600m aber noch weitere 2 Std...

Sehr erschöpft und hungrig ist er nach guten 4 Std. zurück. Er ist glücklich und freut sich auf ein Wiener Schnitzel, wobei ich auch einen großen Teil abbekomme. Auch für mich war es ein schöner erholsamer Tag.

Samstag, 7.6. sonnig, 28°C, leichter Wind

Weiterfahrt nach Mozirska zum kleinen Blumenpark mit 7 ha. Es geht in Serpentinen über Radmirje. Eine slowenische "Tour de Slowenia" findet statt und wir stehen oft im Stau, bis die Radler vorbei sind. Wir sehen sie aber nie. Vor dem Blumenpark finden wir gerade noch einen Parkplatz für unser großes Schiff.

Ein Fahrrad, das in der DDR hergestellt wurde.

Hier findet später eine Hochzeit statt. Im Park werden schon Bilder gemacht.

Alles aus Holz hergestellt

Den Eintritt haben wir gerade noch in bar zusammengekratzt. Wir müssen dringend Geld abheben. Der Eintritt kostet für Thomas 9 Euro und für mich 8 Euro. Um 15 Uhr geht unsere Fahrt weiter zur Seilbahn Golte-Bahn in Mozierski-Radegunda. Dort gibt es einen großen Parkplatz, wo wir übernachten wollen, um morgen mit der Gondel auf den Berg zu fahren. Es soll dort ein schöner Alpengarten sein. Wir stehen am Abend ganz alleine hier. Der Platz ist kostenlos. Früher gab es hier eine VE aber die ist in einem schlimmen Zustand und funktioniert auch nicht mehr. Zum Abendessen gibt es Spaghetti mit Tomatensoße - das muss mindestens einmal sein im Urlaub.

Samstag, 8.6.  bewölkt, 21°C   Das ist kein guter Tag. Mit unserer geplanten Wanderung wird es nichts, denn der Himmel ist zu und auf der Höhe hat es 14°C. Die Gondel fährt auch nicht. Die Nacht war sehr, sehr ruhig und um 5 Uhr wurden wir durch Vogelgezwitscher geweckt. Also reisen wir weiter. Nach langem Hin und Her entschließen wir uns um 11 Uhr, nach Maribor auf den Camping zu fahren. Wir wollen unsere Maut-Box aufladen aber es ist in Slowenien nicht so einfach, eine Tankstelle im Landesinneren zu finden, die das macht. Das hat auch viel Zeit gebraucht. So erreichen wir Camping Kekec erst um 14 Uhr. Der zugewiesene Platz ist schön. Wir haben ein Stück grüne Wiese vor unserem Platz und eine sehr schöne Aussicht auf den Berg. Mal sehn, ob wir da hinaufwandern. 

Montag, 9.6.  Gestern abend gab es noch eine leckeren Hähnchen-Zucchini-Reis-Pfanne. In der Nacht hat es etwas geregnet. Heute radeln wir ins 3 km entfernte Maribor. Überall sind gute Radwege seitlich der Straßen. Zwar nicht schön zum radeln bei dem Verkehr aber sicher.

Am Glavni Trg, dem Hauptplatz der Altstadt, steht das Rathaus im Renaissancestil aus dem Jahre 1515. Die Hauptstadt der slowenischen Steiermark hat knapp 100T Einwohner und liegt direkt an der Drau (Drava).

Aussicht von unserem Stellplatz

Die Älteste Weinrebe der Welt ist ein einzigartiges Symbol für die reiche Weinkultur Maribors, der Steiermark und ganz Sloweniens.  Die jährliche Ernte beträgt symbolische 35 bis 55 kg.  Aus diesen edlen Trauben wird Wein hergestellt und in exklusive 2,5-dcl-Fläschchen abgefüllt. Nur 100 Fläschchen werden abgefüllt. Der Preis entzieht sich unserer Kenntnis.

Entlang der Drava kann man überall schön sitzen. 

Überall in der Stadt kann man Mieträder nehmen

Der 5 ha große Stadtpark wurde ab 1872 angelegt, als Marburg Provinzstadt in der österreichisch-ungarischen Monarchie war.  Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch das Gebiet der drei Teiche in den Park einbezogen und 1890 ein Musikpavillon errichtet.

In einer Studentenkneipe essen wir noch einen guten Kebap für 8 Euro. Studenten bekommen es günstiger. Finden wir gut. Dann geht´s zurück zum Camp.

 

 

Dienstag, 10.6. sonnig, 28°C

Nach dem Frühstück wollten wir eine Wanderung zum Hausberg machen.

 

Ich schaffe es aber nur bis zur Hälfte der Strecke, dann drehen wir um. Es ist zu heiß und viel zu steil für mich.

Man hat eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt Maribor.

Mittwoch, 11.6.  sonnig, 28°C  Der Camping kostet die 3 Tage 84 Euro. Wir verlassen Maribor und bestaunen nochmal die gut angelegten Radwege. 

Wir fahren zu E´Leclerc, unserem Lieblingssupermarkt in Frankreich und sind enttäuscht, dass es dort eine Höhenbeschränkung von 3,20 gibt. Was soll dieser Unsinn? Drumherum gibt es keine Parkmöglichkeit, also weiter. Wir wollen an die Mur zu einer der schwimmenden Mühlen in Otok. An der 1. sind wir aber nicht willkommen. Die 2. bietet einen offiziellen Stellplatz mit VE und Strom an und die Mühle ist sehr schön restauriert. Direkt an der Drau, die sehr schnell dahinfließt. Unterwegs sehen wir ein nettes Gefährt.

Die Mühle wurde 1999 wieder in Betrieb genommen. Mehr Infos habe ich leider nicht gefunden, bzw. es gab keine Infos in der Mühle. Nur alte Bilder wie sie früher ausgesehen hat. Im Kiosk zahlen wir 10 Euro für den SP und kaufen eine sehr leckeren Apfel-Orange-Mince-Sirup.

Beim Spaziergang

Donnerstag, 12.6.  Sonnig, 30°C  Auf der Weiterfahrt sehen wir einige dieser Genossen...

... und in Pomurje/Odranci sehen wir diese interessante Kirche. Im Ort gibt es auch ein großes Werk von Carthago.

Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit - Der Wunsch aller Bewohner war es, in ihrem Heimatdorf eine Kirche , einen eigenen Pfarrer und eine eigene Pfarrgemeinde zu haben. Nach der 1977  fertiggestellten Kirche wurden Gelder für Fresken gesammelt.  Auf einer Fläche von 200 Quadratmetern entstanden die schönen Fresken. 1983 wurde der Kirchturm erhöht und drei Glocken darin installiert. 

Wir erreichen das 4* Hotel und Weingut Püklavec in Jeruzalem-Zasavci, das 8 Stellplätze für Wohnmobile zur Verfügung stellt.

Die Aussicht ist einmalig. Wie an der badischen Weinstraße.
Das Weinbaugebiet Jeruzalem in Slowenien umfasst etwa 200 Hektar Rebfläche. Das Gebiet umfasst ein paar kleine Dörfer.

Hauptsächlich werden Weißweine angebaut, darunter Šipon (Furmint), Chardonnay, Welschriesling, Gelber Muskateller und Muskat Ottonel. Rotweine spielen eine untergeordnete Rolle. 

Im Reiseführer lesen wir: Essen - viel, gut und günstig. Na dann... Zuerst ein Suppentopf, der für 6 Personen reicht. Dann gebratene Hähnchenstücke, Nudeln, Bratkartoffeln mit Speck, Salat. Tatsächlich eine Rießenportion für 18 Euro. Wir probieren verschiedene Weine, die gut sind aber an "Pies" kommen sie leider nicht ran. Der Chef ist sehr, sehr nett und spricht sehr gut deutsch.

Die Terrasse ist wirklich sehr schön...

... und erst die Sonnenuntergänge!

Freitag, 13.6. sehr heiß um 30°C ohne Wind. Thomas will unbedingt eine Radtour machen. Ich kehre nach einer steilen Talfahrt um - das ist mir zu bergig hier.

Abends essen wir kalte Platte, weil wir mittags 2 Koteletts gegessen haben, die sonst verdorben wären. Die Portion war ok. Wir kaufen noch 2 Flaschen Muskateller für mich - der ist wirklich gut und Thomas nimmt 4 Flaschen Chardonnay mit. Je 8 Euro. Es waren 2 schöne Tage auf diesem schönen Platz aber für Wohnmobile über 8m ist er nicht geeignet. Wir hatten Glück, dass alle vor uns den Platz verlassen hatten und Thomas Platz zum rangieren hatte. 

 

Samstag, 14.6. sehr heiß bei 30°C.  Thomas will endlich schwimmen und deshalb fahren wir zum Freibad nach Ormoz, das nur 11 km entfernt liegt. Das Freibad eröffnet heute seine Tore und ist heute kostenlos. Ab Sonntag kostet der Eintritt 4 Euro. 

Dort gibt es 4 kostenlose Plätze für Wohnmobile. Sehr schön und sogar eine VE. Wir bekommen um 11 Uhr den 4. Platz, weil gerade einer wegfährt.

VW Käfer: Papa, Onkel Walter und Onkel Gerhard hatten ihn. 

der rote R4: Mein 1. Auto in dunkelrot

Wir gehen durch einen schönen Park in den Ort und vor der Burg findet ein Oldtimertreffen statt.

Der goldene Golf GTI - ich hatte ihn in violett. Thomas hatte den Mini in dunkelgrün. 

Alfa Romeo: Hatte mein Cousin Jürgen

Um 14 Uhr gehen wir in das schöne Freibad. Die Wassertemperatur ist ca. 27°C und so gehe ich auch mal schwimmen bei der Hitze. Wir bleiben bis 18 Uhr obwohl die Musik, die zur Eröffnung gespielt wird, sehr laut ist. Wenigstens unser Geschmack.

Sonntag, 15.6.   sehr heiß. Thomas will eine Radtour machen. Es ist sehr kompliziert, auf den Drau-Radweg zu kommen. Weil wir ihn nicht finden, wollen wir um einen See im Naturschutzgebiet radeln. 

Am Bahnhof sehen wir ein Mini-Auto - das wäre was für´s Womo aber nur für 1 Person.

Gleich danach passieren wir die kroatische Grenze, die durch die Drau verläuft. Schön, dass man einfach durchfahren kann!

Leider kann man das Stauwerk nicht passieren und so müssen wir den selben Weg zurück.

Thomas würde gerne den Fluss durchwaden aber ein großer Steinhügel versperrt den Weg.

Im Womo angekommen, stellen wir uns erst mal unter die Dusche und kühlen die 40°C im Womo angenehm herunter. Thomas geht noch eine Runde schwimmen. Heute kostet der Eintritt 4 Euro - ohne Musik.

Montag, 16.6.  Heute Morgen regnet es und so fällt schwimmen aus. Das Freibad ist geschlossen. Um 13.30 verlassen wir den SP und fahren nach Ptuj - die älteste Stadt in Slowenien. Und es soll eine schöne Altstadt geben. Wir parken nahe der Altstadt.

Ganz ehrlich: Wir fanden die Stadt nicht schön. Die alten Häuser müßten dringend renoviert werden. Auch sonst; NIchts besonderes entdeckt. Wir sind enttäuscht und suchen nach einem Übernachtungsplatz in der Nähe. An einem Wakebordpark im kleinen Ort Spodnji Duplek werden wir fündig. Nicht besonders schön aber zum übernachten geeignet. 

Dienstag, 17.6.  leicht bewölkt, 27°C.  Um 10 Uhr Abfahrt ins 88 km entfernte Ravne-na-Koroskem. Und damit geht es schon langsam Richtung Heimat. In Ravne-na-Koroskem gibt es einen privaten Stellplatz für 5 Wohnmobile. Daneben soll es ein großes Schwimmbad geben. Die fahrt entlang der Drava ist wunderschön. Fast wie in Norwegen - viel Wald und Wasser. Immer wieder kleine Dörfer.

Wir sind die einzigen Gäste im Moment. Auch im Ferienhaus ist zur Zeit niemand. Ein wunderschöner Garten mit Außenküche und Grill

In dem Häuschen befindet sich das WC, Dusche und Sauna, sogar eine Waschmaschine, die alle benützen dürfen.

Der Besitzer kommt vorbei und begrüßt uns freundlich. Die Übernachtungspauschale sollen wir in den Briefkasten werfen, wenn wir abfahren. 25 Euro pro Nacht. Er erzählt uns, dass er das total herunter gekommene Anwesen 2020 gekauft und während der Corona alles mit seinem Vater renoviert hat. Er wollte eigentlich mehr Plätze für Wohnmobile anbieten aber er hat keine Genehmigung bekommen. Wieder einmal stellen wir fest, dass Slowenien noch bürokratischer ist als Deutschland. Aber so gibt es viel Platz für alle.

Leider öffnet das Bad erst am 26.6.   Versteht niemand. Es ist nur für Trainingslager geöffnet.

Gelbe Kirschen, noch nie gesehen. Schmecken sehr gut! der Baum steht direkt neben uns.

Abends gehen wir durch den anschließenden großen Park hinunter in die Stadt um in einem chinesischen Restaurant zu essen. Es war gut und günstig.

Am Mittwoch macht Thomas eine kleine Wanderung und ich genieße den letzten Tag in Slowenien.

Donnerstag, 19.6. - Fronleichnam, 28° sonnig.  Nachdem wir in dem schönen Häuschen ausgiebig geduscht haben und Kaffee getrunken haben, geht es auf die Heimreise. Wir fahren Landstraße - zum einen sieht man mehr und zum anderen befürchten wir auf der Autobahn Stau wegen des langen Wochenendes. Landstraße von Dravograd (Slowenien) nach Kärnten - Wolfsberg  (unten rechts) - über die Pass-Straße Hohentauern-Mal nicht durch den Tauerntunnel.

Die Berge von Österreich grüßen schon

Um 13 Uhr holen wir unser Frühstück nach und ruhen etwas aus. 

Bei Twimberg sehen wir über uns die A2. Wie schön ist es auf der B78.

Bei Lavagmünd pasieren wir die Grenze. Wir müssen unsere Pässe zeigen. Wegen illegaler Einreisender wird kontrolliert. Wir sind in Kärnten.

Die Burg in Wolfsberg wäre sicher sehenswert aber wir wollen weiter.

Das Murtal in der Steiermark ist sehr schön. Ein Stück fahren wir entlang der Mur

Eine beliebte Strecke für Quad´s und Motorräder - schön kurvig.

Die Steiermark präsentiert sich auch flach

An Fronleichnam fahren wir durch Allerheiligen! Ohne Witz!

Auf der B114 geht es jetzt Richtung Hohentauern. Über die Passstraße

Ab jetzt geht es in Serpentinen hinab nach Liezen

Beim Camping Obermayr am Elisabethsee wollten wir übernachten aber es war bis auf den letzten cm voll. Also weiter...

Auch am Stausee Klaus ist alles überlaufen. Na ja, es ist Feiertag und herrliches Wetter. Wir müssen wohin, wo niemand hinfährt. Also ein unattraktiver Ort. Wir finden auf Park4Night einen offiziellen Stellplatz in Micheldorf. In Österreich wird übernachten auf einem Parkplatz hoch bestraft! 

Endlich: 17:30 kommen wir am Parkplatz der Kirche an. Wohnmobile dürfen kostenlos übernachten. Wir werfen aber 5 Euro in den Opferkasten. Anschließend gehen wir in eine Pizzeria, denn alle 3 Gasthäuser haben wegen des Feiertags geschlossen.

Freitag, 20.6. Wir haben sehr gut geschlafen. Bis 6 Uhr war es sehr ruhig. Dann hat uns die Kirchenglocke geweckt. Jetzt nehmen wir die A8 und dann die A3  und fahren nach Regensburg zu Zweiradhändler Stadler. Dort haben wir vor 15 Jahren unseren Motorroller Lead gekauft. Wir hätten gerne einen stärken Roller. Wenn der kleine "Lead" uns den Berg hinauffahren muss, kämpft er gewaltig. Mal sehn, ob wir was finden, das unseren hohen Ansprüchen gefällt. Der "Neue" muss ja auch in unsere Womo-Garage passen.

Alles muss jetzt raus.

Wir haben ihn an den jungen Servicemechaniker verkauft und da steht er nun.

Passt wie ausgemessen. 

Das war ein langer Tag. Endlich um 17:40 fahren wir ab nach Schwandorf zum Freibad. Thomas möchte noch eine Runde schwimmen. Auf dem Parkplatz am Landratsamt gibt es viel Platz und wir übernachten hier. Thomas wird morgen früh nochmal ins Schwimmbad gehen.

 

Unsere Johannisbeeren rufen nach uns...

 

...und der Kirschbaum hängt dieses Jahr voll.

Samstag, 21.6.   sehr heiß aber wir machen die Klimaanlage an und weit ist es jetzt nicht mehr nach Hause. Es wartet viel Arbeit auf uns.

Fazit Urlaub in Slowenien: Es ist ein schönes Land mit herrlichen, abwechslungsreicher Landschaft. Für Wanderer ein Dorado und auch zum radfahren gibt es viele Möglichkeiten. Die Menschen sind freundlich und die meisten sprechen sogar deutsch. Die jungen Leute sprechen englisch. Historische Sehenswürdigkeiten sind rar, das liegt an der jungen Geschichte. Der Staat scheint uns noch bürokratischer zu sein als Deutschland und die Strafen für falschparken sind enorm. Es gibt wenige Campinglätze und noch weniger Stellplätze, die Versorgung und Entsorgung bieten. Dazu noch teuer. SP kosten gerne mal 25 Euro und oft ist nichts dabei. Auf Parkplätzen übernachten wie in Deutschland, Dänemark oder Frankreich ist strengstens verboten, was nicht nachvollziehbar ist, denn wir bezahlen ja auch wie ein PKW Steuern. Also unserer Meinung nach kein Camperland. Die beiden Male, die wir hier waren, hat uns sehr gut gefallen aber wiederkommen werden wir sicher nicht.