Jahreswechsel  19.12.2024 bis 7.1.25 in Vals-Mühlbach, Südtirol Pustertal

Donnerstag, 19.12.2024. Abfahrt um 9 Uhr und es war eine stressfreie Fahrt mit nur kurzem Stau.  Eigentlich wollten wir unterwegs übernachten aber weil es so gut lief, fuhren wir die 524 km durch. Ankunft um 16.30 Uhr auf dem Campingplatz Lärchwiese in Vals, gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit. 

Anfkunft um 16.30 Uhr auf dem Campingplatz Lärchwiese in Vals, gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit. 

Wir haben reserviert und bekommen den Platz Nr. 54 direkt am Sanitärgebäude. Leider für unsere Länge nicht ganz so gut geeignet aber im Winter reicht es.

 

Sofort nach Ankunft gibt es erst mal ein schnelles Fertiggericht  aus dem Glas.

Am nächsten Tag sehen wir uns um in dem kleinen Dorf Vals. Unser Camping liegt direkt neben der Jochtal Bahn und 100 m sind es zur Schillingbahn/Gitschbergbahn. Es liegt überall 10 cm Schnee aber die Straßen und Wege sind frei. 

Wir sehen uns in dem Minidorf um und entdecken die Natureisbahn. Thomas bezahlt 3 Euro und muss erst mal den Schnee räumen. Da nichts los ist, macht der Betreiber momentan nichts. Dafür hat Thomas dann die Eisfläche für sich allein.

Nach unserem Spaziergang  sehen wir uns den Campingplatz mal genauer an. Alles sehr schön, er wurde erst vor 4 Jahren eröffnet. Im Haus der Rezeption gibt es ein Restaurant, einen kleinen Shop und sanitäre Anlagen. Wir kaufen uns ein paar Brötchen und ich 3 richtig gute, warme Socken. Leider liegt der Platz auf der Nordseite, da scheint die Sonne nur von 10 bis 13 Uhr und bei um die Null Grad wird es sehr kalt.

Thomas geht jeden 2. Tag skifahren und ich mache alleine Spaziergänge. Meist nimmt er die Jochtalbahn und fährt auf den Berg in der Sonne. Dort ist es auch nicht so steil. Runter ins Tal ist es schmal und steil, da nimmt er lieber wieder die Bahn.

In der Zeit sehe ich den Kindern zu,

Zum Abendessen gehen wir heute ins Restaurant und essen Wiener Schnitzel

wie die den Berg runterrasen!

Der 1. Tag war schön und es sind nur wenig Touristen da, auch auf dem Campingplatz

Am 22. machen wir gemeinsam eine schöne Wanderung in Richtung Fane Alp, die sehr schön sein soll. Für mich ist es aber zu weit und vor allem zu steil (4,5km). So schön im Tal entlang, das gefällt mir und die verschneite Landschaft ist wunderschön.

Wir kommen an einer kleinen Alpakafarm vorbei. Dann setzt leichter Schneefall ein

Am 23. mache ich einen Rund-ums-Dorf Spaziergang aber es geht mir nicht so gut. Mein Blutdruck ist hoch. Weil wir unser altes Messgerät daheim vergessen haben, bestellt Thomas bei amazon.it ein neues, das bleibt dann im Womo. Nach Weihnachten wird es geliefert.

Thomas kommt nach 3 std. skilaufen zurück und es gibt einen kleinen Imbiss mit Baguette und Foie grass, die noch aus unserem letzten Urlaub an der Loire ist. Zum Abendessen gibt es dann selbstgemachte und eingefrorene  Rouladen mit Spätzle und Salat.

Heiligabend: -2°C aber wir können uns windgeschützt wieder 1 Std. in die Sonne setzten. Thomas geht 2 Std. wandern und ich mach es mir gemütlich. Abends gibt es Raclette mit Pieswein von der Mosel

25.12. Ich hab sehr schlecht geschlafen, weil man das Heizkraftwerk in unmittelbarer Nähe hört und auch die Schneekanone, die die ganze Nacht läuft, ist doch recht laut. Heute faulenzen wir beide und deshalb gibt es auch kein Weihnachtsessen. Nur ein kleiner Imbiss 

Am 26. füllt sich der Campingplatz und wir sehen das kleinste Wohnmobil mit 5,40m. So was haben wir noch nie gesehen. Der Schnee schmilzt aber die Schneekanonen machen ihren Dienst. Thomas geht heute mal auf die andere Bergseite nach Meransen zum skifahren und ich beobachte wieder die Kinder am Übungshang und entdecke ein schönes Hotel mit Dachpool. Auch nicht schlecht! 

Heute gibt´s ein Weihnachtsessen. Hähnchenfilet im Speckmantel und Kaisergemüse mit Kartoffelwürfel, das in der Microwelle ganz schnell fertig ist. Dann haben wir uns mal wieder über den Fernseher geärgert, weil die Programme mal wieder durcheinander waren. Das muss Thomas nochmal einrichten. Irgendwas stimmt da nicht. Es ist immer noch kalt bei -2°C.

Thomas kauft sich immer für 59 Euro eine Halbtageskarte, das hat sich bewährt, weil er nicht mehr den ganzen Tag skilaufen kann. Er läuft immer ab 13 Uhr bis 15 oder 16 Uhr. Und das auch jeden 2. Tag.

Samstag, 28. Während Thomas wieder skilaufen geht, wandere ich wieder auf dem Moosweg zur Kreuzkofelhütte und trinke dort einen Tee. Ich krieg gerade noch einen Platz. Ganz Südtirol scheint hier zu sein

Jetzt nach Weihnachten sind die Parkplätze überall voll. Auch viele Einheimische sind hier zum skilaufen und wandern

Sonntag, 29. Wir wollen eine große Wanderung zur Großberghütte machen. Geplant ist, dass wir mit der Schillingbahn bis zur Mittelstation fahren und von dort aus runter zur Hütte runterwandern und dann  von Meransen mit der Gitschberggondel zurück nach Vals. Alles war so auf der Homepage beschrieben und auch die Karte zeigte diese Rundwanderung.

Es war nicht einfach, den richtigen Abstieg zu finden, weil die Beschilderung sehr schlecht war. 

Wir haben uns dann auch 2 mal verlaufen, was Gela die Laune vermieste.

Aber auf der Großberghütte angekommen, haben wir uns dann einen guten Kaiserschmarrn schmecken lassen. Es war rappelvoll!

Nachdem wir noch die Kinder beim schlittenfahren beobachtet haben, machten wir uns auf den Weg und erwischten gerade noch den Bus nach Meransen. Leider bekamen wir keine richtige Auskunft vom Busfahrer, wo wir aussteigen mußten, um zur Gondel nach Vals zu kommen. So sind wir (wahrscheinlich) zu spät ausgestiegen und kamen an eine Minigondel, die nach Mühlbach hinunterfuhr. Auch hier wurden wir wieder von dem Mitarbeiter falsch beraten. Von Mühlbach ginge ein Bus nach Vals. Stimmt, aber der fährt nur 1 x die Stunde und er war natürlich gerade vor 10 min. abgefahren! Gela wollte ein Taxi nehmen aber Thomas war (mal wieder) zu geizig.

Das war ein teurer Ausflug: 68 Euro hat uns die Bergbahn gekostet! Im Sommer dürfen Wanderer kostenlos fahren!

Um 16.30 kamen wir endlich am Campingplatz an. 

Thomas holte schnell im Restaurant eine Pizza. Das hat mich entschädigt. Die ist wirklich sehr gut

Am 30. faulenzen wir. Bis 13 Uhr sitzen wir wieder in der Sonne. Es ist herrlich. Zum Mittagskaffee gibt es vom Campingladen leckere Zimtschnecken und vom Restaurant holt Thomas Orangen-Tiramisu. Sehr lecker. Zum Abendessen kommt aus dem Gefrierschrank Rindsrouladen mit Spätzle und Rotkraut auf den Tisch.

Silvester. Auch heute machen wir es uns gemütlich und sonnen uns. Lesen und faulenzen tut gut. Mittags gibt´s leckeren Stollen, den uns Irma mitgegeben hat. Der reicht für den ganzen Urlaub. Heute gibt´s mal Tee dazu. 

 

Wir sind auf Silvester gespannt, ob hier viel geböllert wird. 

Nein, es ist ein sehr kleines Feuerwerk! Auf dem Camp ist gar nichts los. Aber die Pistenraupe fährt um 24 Uhr immer noch.

Da wir wieder gefaulenzt haben gibt es nur ein kleines Vesper und 1 Glas Sekt.

Die Tage vergehen wie im Flug. Am Mittwoch machen wir nochmal eine gemeinsame kleine Wanderung zur Kurzkofelhütte. Thomas wäre gerne wieder weiter hoch zur Fane Alm, aber ich schaffe das nicht. Meine Kondition macht 1,5 Std. nur bergauf nicht mit. Und dann auch noch die Kälte. Tagsüber hatten wir die ganze Zeit um die 3 Grad und nachts minus 5 Grad.

Sonntag, 5.1. Gestern sind viele abgereist, da Glatteis vorhergesagt war. Wir sind zuversichtlich und fahren wie geplant heute ab und vermuten, dass weniger Verkehr sein wird. Doch weit gefehlt. Wir stehen oft im Stau und verlassen sogar die Autobahn und fahren über den Fernpass, wo sehr viel Schnee liegt aber die Straße ist frei. Wir brauchen für 311 km über 7 Std.. Fazit: Wie oft nehmen wir uns eigentlich noch vor, niemals am Wochenende zu fahren!

Um 16 Uhr kommen wir auf dem Stellplatz beim Donaubad in Neu-Ulm an. Völlig kaputt. Wir legen uns gleich schlafen.

Am nächsten Tag geht Thomas zum schlittschuhlaufen und ist begeistert. Es sind nur 100m vom Womo aus. Ins Hallenbad zu gehen schafft er nicht mehr, denn wir wollen heute heimfahren. Aber es ist schön, mal wieder in Ulm zu sein. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang entlang der Donau. Dann wollen wir noch in unser altes Stammlokal, Restaurant Seligweiler. Dort schmeckt es wie eh und je. Ulm - wir kommen bald mal wieder!

Fazit: Es war ein schöner, erholsamer Urlaub aber wahrscheinlich der letzte Skiurlaub. Thomas kann nicht mehr jeden Tag skilaufen - seine Knie machen nicht mehr mit und für mich ist es sowieso eher langweilig. Der Campingplatz ist sehr schön, aber nicht so ruhig durch das Heizkraftwerk in der Nähe und außerdem mit ca. 100 Euro am Tag sehr teuer, was natürlich durch das heizen kommt. Wir wären gerne öfters essen gegangen aber wir hatten zuviel von daheim mitgenommen. Man weiß ja nie, was einen erwartet und wir wußten ja, dass der Ort sehr klein ist.