Jahreswechsel 2025/26 Elsässische Weinstraße

Abfahrt: Donnertag, 18.12.2025 - Ankunft in Edenkoben/Pfalz um 16.10

Die Fahrt verlief sehr gut. Viel Verkehr aber kein Stau und sonnig.

Wir parken auf dem Edeka Parkplatz, auf dem das Hotel Restaurant Zügelhütte Parkplätze angemietet hat. Wir melden uns an der Rezeption an, damit unser KFZ Kennzeichen in das Parksystem eingeloggt wird. Sonst käme eine Strafe von 30 Euro, wenn man länger als 2 Std. dort steht. Für 17:15 Uhr haben wir einen Tisch und unser Menü bestellt.

Im Sommer ist es hier bestimmt sehr schön

Mit einem Muskateller Sekt stoßen wir auf unsere Reise und auf unser 40-jähriges an

Die Tomaten-Papaya-Suppe ist sehr lecker

Kastanien-Saumagen mit Sauerkraut und Kartoffelecken: Sehr lecker

Wildragout mit Pilzen, Rotkohl, Nudeln

Gänsebraten, Maronen, Rotkohl, Semmeltaler

Große Weinprobe. Wir nehmen 14 Flaschen mit. Für Gela ist ein Rotwein dabei.

Der Chef trägt uns die 2 Kartons zum Wohnmobil. Das Essen und der Service waren sehr gut. Alle sehr freundlich und zuvorkommend. Wir fallen todmüde ins Bett. Der Tag war anstrengend. Thomas hat ja bis 12 Uhr gearbeitet. 

 

Freitag, 19.12.2025 - Die Nacht war ruhig. Außerhalb der Geschäftszeiten von Edeka ist es ruhig auf dem Parkplatz. Abfahrt um 9.30. Es sind nur 40 km über Bad Bergzabern auf den Parkplatz am Schwimmbad in Wissembourg. Keine Wohnmobile da und so suchen wir ein schönes Eckplätzchen aus. Wir frühstücken erst mal.

Der Parkplatz liegt ca. 700 m von der Altstadt entfernt. Es gibt keinen Strom und kein Wasser. Im Sommer neben dem kleinen Freibad wäre für Thomas ideal. 

Wir machen einen Spaziergang und sehen uns erst mal die Mühle an, die um die Ecke steht. Dann geht es in die Altstadt. 

In der alten Wassermühle befindet sich das Hotel Restaurant Au Moulin de la Walk.

Die Mühle wird von der kleinen Lauter gespeist.

Wissembourg liegt direkt an der deutsch-französischen Grenze. Es hieß früher Weißenburg und liegt in der Region Grand- Est im Department Bas-Rhin.

Es hat ca. 8500 Einw.

Die Innenstadt ist heute noch von der alten Stadtmauer umgeben, die aber leider nicht mehr vollständig erhalten ist.

Wegen der vielen kleinen Kanäle sagt man auch gerne Klein Venedig zu Wissembourg

Es gibt sehr schöne alte  Fachwerkhäuser, die zur Weihnachtszeit üppig geschmückt sind.

Wir sind in Frankreich! Da müssen wir noch einkaufen, wenn geöffnet ist!

Wir können widerstehen!

Die Abteikirche St. Peter und Paul. Im 7. Jahrh. wurde hier ein Benediktinerkloster gegründet. Das Kloster sorgte dafür, dass die umliegende Stadt entstand und wuchs. Die heutige Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, sie ist die zweitgrößte gotische Kirche im Elsass, größer ist nur das Straßburger Münster. 

 

Es findet gerade ein Beerdigung an. Wir sehen uns die Kirche später an.

Der Weihnachtsmarkt findet nur am Samstag und Sonntag statt.

Um 17 Uhr gehen wir wieder in die schön beleuchtete Altstadt und einige Weihnachtsbuden sind geöffnet.

In der Saints Pierre et Paul sind über 200 Krippen aus der Privatsammlung von Pfarrer Jean-Marc Bottais aufgestellt. In den schönen Vitrinen sind sie nach Materialien sortiert: Papier, Holz, Schokolade, Keramik, Stoff, Glas usw. Sehr schön. Die Kirche ist leider nicht beleuchtet.

Dann gehen wir auf den Weihnachtsmarkt

Glühwein und ein Schinken-Käse-Baguette muss sein. Beides sehr lecker.

Wir gehen weiter durch den Weihnachts-markt und dann zurück zum Womo. 

Samstag, 22.12. Heute ist es sehr bewölkt.   Abends gehen wir nochmal auf den Weihnachtsmarkt. Heute sind alle Buden geöffnet. Trotzdem ist es nicht ganz so voll mit Menschen.

Wildschwein-Bratwurst und gegenüber gibt es Weißwein Glühwein. Da kann man ja nicht vorbeigehen. Die Weine von Dirringer durften wir probieren, haben uns aber nicht so gut geschmeckt. Der Glühwein war aber sehr gut. 

An manchen Futterstellen kommt man einfach nicht vorbei, so wie am Salamiestand. Und ein Glühwein muss es dann auch noch sein bei dieser Kälte. Aber dann machen wir uns auf den Heimweg, bevor wir noch mehr kaufen, essen und trinken.

Vorbei am Rathaus

Vorbei am alten Waschhaus,   ein charmantes Plätzchen am Ufer der Lauter, nahe der Grenze des Stadtteils Bitche. Dieses Waschhaus ist weit mehr als ein einfacher Ort zum Wäschewaschen: Es verkörpert eine Zeit, in der nicht nur die Wäsche, sondern auch das daheim hergestellte Tuch gebleicht wurde. Die Geschichte erzählt, dass Wissembourg eine Bleicherindustrie entwickelte, die den Einsatz der Waschhäuser zur Weichung und zum Bleichen des harten Tuchs unerlässlich machte. Morgen sehn wir uns das bei Tag an. Dann nochmal zur erleuchteten Mühle und ins Womo.

Sonntag, 21.12. Es ist kalt aber sonnig. Wir machen einen schönen Spaziergang entlang der alten Stadtmauer und an der Lauter.

Die alte Stadtmauer ist nicht mehr ganz erhalten aber man kann sehr lange entlang spazieren.

Wenn man von so einem netten Kerlchen eingeladen wird, muss man doch rein

Schmuck und Schokolade kaufen wir heute mal nicht aber die Deko ist wirklich toll.

Wissembourg nennt man auch gerne Klein Venedig. Stimmt.

Wir kaufen noch bei dem Tollen Käseladen ein. Jeder Käse ist ein Gedicht!

16.45 gehen wir zur Parade. Um 17 Uhr beginnt die Parade von Hans Trapp und seinen Räubern. Sie kommen am 4. Advent bei Einbruch der Dunkelheit in die Stadt.  Er wird durch Trommelschläge einer Gruppe Mönche angekündigt, die die Bevölkerung vor der Gefahr warnen wollen. Die Gefahr wird abgewendet. Mit einem Fackelzug und einer prachtvollen Kutsche kann das Christkindl in Wissembourg einziehen. Die Kinder können ihren Wunschzettel abgeben. Wir laufen einfach der großen Menschenmenge hinterher und haben Glück. Die Aufstellung ist im Gange und wir können alles gut beobachten.

Die Legende des Herrn Hans von Trotha geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Von den Mönchen beschuldigt, die Burg Berwartstein unrechtmäßig erworben zu haben, beschloss der Besitzer, sich zu rächen. Er staute das Flüsschen, ließ den Damm einreißen und überschwemmte Wissembourg! Jetzt versteht man ein wenig besser, warum er die Einwohner terrorisierte. Das Spektakel findet immer am 4. Adventswochenende statt und ist über die Grenzen hinaus, weit bekannt., entsprechende Menschenmassen.  Wir hören viel badischen und pfälzischen Dialekt. Ist ja nicht weit über die Grenze.

Hans Trapp kommt und die Mönche ...

...eröffnen das Feuer

Danach gibt´s ein tolles Feuerwerk

ca. 20 dauert das Spektakel

Um 18 ist das ganze Spektakel vorbei. Uns hat es sehr gut gefallen, wenn es auch sehr laut war und sehr, sehr viele Menschen hier waren.

Montag, 22.12.  bewölkt, 3°C.    Heute geht die Reise weiter nach Obernai auf den Campingplatz, der ca.1,5 km außerhalb des Ortes ruhig im Grünen liegt. Er ist kaum belegt, es gibt viel Platz. Wir haben uns verfahren und Thomas mußte sich durch die engen Straßen manövrieren, da brauchen wir erst mal ein Frühstück. Wir gehen dann auch nicht mehr aus dem Haus und faulenzen.

Dienstag, 23.12. bewölkt, 3°C. sehr windig. Dieser Weihnachtsbaum steht im Aufenthaltsraum. Den sehen wir uns heute Abend nochmal an. 

Wir gehen um 15.30 in den 12500 Einw. Ort, damit wir noch was bei Tag sehen.

Karusselle sieht man oft in Frankreich. Auch das "Zügle" ist toll für Kinder.

Wir könnten schon wieder Käse kaufen, widerstehen aber.

Den berühmten Elsässer Gugelhupf müssen wir aber unbedingt probieren. Es gibt kleine - gerade recht für uns. Und ein paar "Bredele" kaufen wir auch.

Raclette wäre nicht schlecht, wird aber in einem Riesenbaguette angeboten. Da sind wir ja gleich satt. Also weiter....

... Thomas will zum Bratwurststand. Ich kämpfe, man sieht es. Ein Riesending aber lecker mit Sauerkraut. Wir sind satt!

Wir sehen uns die Saints Pierre et Paul (1872) an. Im inneren sind schöne Krippen zu sehen. Auch der Chorraum und die Decke gefällt uns gut.

aus den Phillipienen

 

Da kommt unser Bus, der uns direkt zum Campingplatz bringt. Gratis!

 

 

Nun ist der Holzbaum beleuchtet. Auch mal eine Idee. Wir sehen noch etwas fern und dann Gute Nacht.

Mittwoch, 24.12.  Heiligabend

Nach dem Frühstück fahren wir ins 6 km entfernte Gertwiller, ein 1300 Einw. Dorf. und kaufen zuerst mal bei Carrefour für Weihnachten ein......*

*.......Dann fahren wir zu Furtwenger. Wir wollen uns das Lebkuchen-Museum ansehen.

Ein Palast, der dem Lebkuchen gewidmet ist: Das ist die Verwirklichung einer Leidenschaft, die seit über 250 Jahren den Ruf des Hauses Fortwenger begründet.

Auf 800 m² gibt es ein Museum. Eintritt pro Person 4 Euro.

Wenn uns schon das Wasser im Munde zerläuft, wie geht es da den Kindern?

Viele gestaltete Lebkuchenbilder, toll.

 

Ein riesiges Angebot an verschiedenen Lebkuchen und andere Süßigkeiten.

Da können wir nicht widerstehen und kaufen eine große Tüte mit verschiedene Mischungen.

Von Gertwiller geht es weiter nach Andlau, ein nettes Dörfchen mit 2000 Einw., auf den Camping-Car-Park am Rande des Ortes. Da gibt´s erst mal Kaffee, denn wir müssen ja unser Weihnachtsgebäck probieren. Alles schmeckt sehr gut.

Die Franzosen und ihre Kreisverkehre! Aber schön gestaltet sind sie schon, das muss man ihnen lassen. Immer der Saison entsprechend gestaltet.

Heiligabend: Quiche Lorraine als Vorspeise, die wir bei Carrefour gekauft haben. Sehr lecker! Dazu Sekt von der Ziegelhütte aus Edenkoben

Für den Hauptgang muss das Hühnergeschnetzelte von Rewe herhalten. Essen wir aber immer sehr gerne im Womo. Lecker!

1. Weihnachtsfeiertag, Donnerstag

Wir machen eine 2-std. Wanderung durch Andlau und die Weinberge bei sonnigem aber sehr kaltem Wetter (2 °C

Abbatiale Saint Pierre Et Paul 

1049 vom Papst Leo IX. geweihte Kirche und eine Kanzel aus dem Jahr 1703

rechtes Bild: so schön steht unser Womo. Das einchecken war etwas mühsam, da unsere Karte nicht gleich akzeptiert wurde.

 

Im Sommer ist es hier bestimmt sehr schön durch die Weinberge zu wandern

Unser Weihnachtsmenü zum 1. Weihnachtsfeiertag
Bulots und Jacobsmuscheln, dann eine Hühner-Gemüsesuppe.

2. Weihnachtsfeiertag, Freitag. Sonnig, 1°C.    Wir starten um 10.30 nach Dambach-la-Ville aber bei der Durchfahrt gefällt uns der Ort nicht so gut, sodass wir weiterfahren nach Chatenois, wo wir direkt im Ort einen guten Parkplatz für 6 Wohnmobile finden. 

Wieder so ein toll gestalteter Kreisel

Wir machen einen Spaziergang durch den kleinen Ort.

 

rechts: wir sind im Land des Sauerkraut´s

 Warum eigentlich überall Bären???

Bären im Elsass an Weihnachten sind eine relativ neue, aber sehr beliebte Tradition, die um die 2000er Jahre begann, um die Weihnachtsdeko zu verschönern und Touristen anzuziehen. Was gelingt!!!

Jetzt könnten wir endlich mal Choucroute (Sauerkraut) essen aber wir haben ja erst gefrühstückt. Also.....

...weiter zu der nächsten schönen Kirche, die Eglise Saint-Georges, die eine Silbermann Orgel hat.

Das 4000 Seelendorf hat uns gut gefallen mit seinen schönen Fachwerkhäusern und der alten Stadtmauer mit Turm (links)....

 

...aber wir fahren weiter nach Selestat

...auf den Stellplatz vor dem Camping, der Campingplatz aber leider geschlossen hat.

Wir können unsere Tanks entleeren und Frischwasser tanken. Strom ist inklusive.

Der Platz  ist zwar direkt an einer Straße aber nachts ist es ruhig

So günstig gibt es selten einen Platz

Unser leckeres Mittag-Weihnachtsessen!

Um 16 Uhr gehen wir in die Altstadt

Aufgemerkt: Es ist der 26.12.

Es gibt verschiedene Märkte die in den Straßen und Plätzen verteilt sind. So verteilen sich die Menschenmassen einigermaßen.

Die Gestaltung ist einmalig. Wir sind begeistert. So viel Mühe der Dekorationen

Alle Weihnachtbuden sind geöffnet! Am 2. Feiertag! Dann auf zum Raclette...

Sélestat gilt als die Wiege des Weihnachtsbaums, da es die älteste bekannte schriftliche Erwähnung (1521) beherbergt, die den Brauch der Tannenbäume zum Schmücken belegt.

Eine gigantische glitzernde und funkelnde Weihnachtskugel

1521. Der Buchhalter der Stadt Sélestat macht eine Eintragung in das Kassenbuch der Stadt, die Geschichte schreiben wird: Er verzeichnet eine Ausgabe in Höhe von vier Schilling zur Bezahlung des Försters, der die Tannen des Gemeindewalds hütet. Er fügt hinzu, dass die Einwohner der Stadt kostenlos eine Tanne fällen können, um sie zu schmücken, „wie es seit undenkbaren Zeiten gemacht wird“.

Samstag, 27.12.2025   sonnig, 2°C  Um 12.30 gehen wir nochmals in die Altstadt von Selestat. Wir wollen uns noch die Kirchen ansehen

Diese Ausstellung haben wir nicht ganz verstanden. Es scheint eine Ausstellung des Europaparks Rust zu sein, denn die Deko ist entsprechend. Auch einige Handwerkskünstler stellen aus. Wie z. B. schöne Holzarbeiten.

 

Wir bestaunen die schön geschmückten Fachwerkhäuser

Kirche St. Fides/Eglise Sainte-Foy

eines der ältesten Gebäude der Stadt, wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Eine sehr schöne Kanzel und ein Kronleuchter mit 173 Weihnachtskugeln aus Meisenthaler Glas 

Nach Kultur braucht´s eine Stärkung und Flammkuchen schmeckt immer. Dann kauf ich mir noch eine schöne, warme Mütze, nachdem meine Familie immer meine Russenmütze belächelt hat.

Eglise Saint-Georges  Der Bau der Kirche begann in den 1220er Jahren und setzte sich in mehreren Etappen bis ins 15. Jh. fort. In dieser Zeit wurde der ursprüngliche Chor durch ein viel größeres Sanktuarium ersetzt, das mit zahlreichen Glasfenstern geschmückt war, von denen 55 noch original erhalten sind. 

Aufgrund ihrer Größe kann die Pfarrkirche Saint-Georges mit einer Kathedrale verwechselt werden. Dies ist jedoch nicht der Fall, da eine Kathedrale der Sitz eines Bischofs ist, was in Sélestat nie der Fall war.

Unter den Gewölben des Kirchenschiffs der St.-Georgs-Kirche hängen 10  Weihnachts-bäume, die die wichtigsten Etappen in der Entwicklung des Christbaumschmucks vom 16. Jahrhundert zeigen

Warum hängende Weihnachtsbäume??? 

Historische Authentizität: Früher (ca. ab 1521) wurden Weihnachtsbäume in den elsässischen Häusern oft an den Deckenbalken befestigt, bevor sie später einen festen Standfuß bekamen. Sélestat greift dies auf, da die Stadt als „Wiege des Weihnachtsbaums“ gilt.

Praktischer Nutzen: In den oft kleinen Wohnstuben der damaligen Zeit sparte das Aufhängen Platz am Boden. Zudem war der essbare Schmuck (Äpfel, Hostien, Gebäck) so vor Mäusen und naschenden Kindern geschützt.

Sonntag, 28.12.  sonnig,  - 2°C     Weiterfahrt nach Bergheim (2000 Einw.)

Die Stadt bietet einige Parkplätze für Wohnmobile zum übernachten an. Einen Stellplatz mit Ausstattung gibt es nicht. Direkt an der Altstadt finden wir ein schönes Plätzchen und gehen auch gleich durch eines der 10 Tore, die entlang der Stadtmauer sind. Es sollen ca. 80 Krippen, von Privatpersonen hergestellt, geben. Der Rundgang ist ausgeschildert.

Wir besuchen das Perlmut-Museum, das auch einen Shop hat. Tolle Exponate! 

Eine Krippe aus Maisblätter. Tolle Idee.

Gezählt haben wir die Krippen nicht aber es waren viele. Direkt vor den Häusern.

Montag, 29.12.  Es ist sehr kalt geworden und überall liegt der Reif und es ist sehr neblig.

Um 11 Uhr verlassen wir Bergheim. Thomas möchte nach Colmar wegen des Feuerwerks, das am 31. stattfinden soll. Ich habe schon meine Zweifel, ob es nicht sehr voll wird. Unterwegs wollen wir aber noch unseren Gastank füllen, damit wir eventuell auch mit Gas heizen können. Aber es klappt nicht, weil Thomas den Anschlussstutzen nicht tauschen kann - er klemmt. In Colmar bestätigen sich meine Zweifel. Campingplatz und Stellplatz, als auch Parkplätze alles total voll. Sogar auf den Supermarktparkplätzen stehen Wohnmobile, die da übernachten. Thomas will dann auch nicht länger durch Colmar fahren - überall Stau. Wir beschließen, weiter nach Eguisheim zu fahren. Aber auch dort alle Stellmöglichkeiten voll. Leider haben viele Campingplätze in der Gegend geschlossen. Und es sind wahnsinnig viele Wohnmobile unterwegs. Ganz Europa scheint unterwegs zu sein, denn wir sehen sehr viele Italiener und Spanier. Ich suche bei Park4Night nach einem Stellplatz und werde bei dem Winzer Dietrich in Eguisheim fündig. Herr Dietrich und seine Mitarbeiterin sind ganz geschafft wegen des Andrangs auf seinem Parkplatz. Aber er macht ein gutes Geschäft. Die Wohnmobile stellt er sehr dicht zusammen. So stehen dann 20 Womos auf seinem Platz. Die beiden sind aber sehr nett. Wir bezahlen 36 Euro mit Strom für 2 Nächte und nehmen 4 Flaschen verschiedenen Wein mit, um eine Weinprobe zu machen. Ich koche schnell Putengeschnetzeltes (wieder von Rewe) mit Juliennegemüse und etwas Sahne - schmeckt einfach immer gut. Mir geht es nicht so gut - ich habe eine Erkältung.

Dienstag, 30.12.  sonnig aber -1°C    Wir machen einen Spaziergang ins 1 km entfernte Eguisheim mit seinen knapp 1800 Einwohnern und wahrscheinlich 3 mal so viele Touristen! Die Spielplätze in Frankreich beeindrucken uns immer wieder!

Was sagt die KI zu den Cigognes? Im Elsass gibt es viele Störche, weil die Region ideale Bedingungen wie Feuchtwiesen mit viel Futter (Amphibien, Kleintiere), sichere Nistplätze auf Dächern und Masten sowie ein erfolgreiches Wiederansiedlungsprogramm bietet; zudem bleiben dank milder Winter immer mehr Störche dort, anstatt nach Afrika zu ziehen, da Nahrung und Wärme ausreichen. Wir haben keine gesehen. Die wussten, dass es kalt wird.

Diese Krippe ist aus Goldpapier hergestellt.

Eine Masse von Menschen drängt sich durch die Altstadt.

Wir kaufen uns in einem kleinen Geschäft 2 Portionen Sauerkraut mit Beilagen, weil sich an allen Ständen eine Schlange bildet. Im Womo genießen wir dann in Ruhe unser Essen. 

Am Mittwoch, 31.12. fahren wir weiter und wieder nach langer Suche finden wir einen schönen Stellplatz in der Domaine "Fritz" bei Kaysersberg, 3 km vom Ort entfernt.

Im Moment sind wir nur 3 Wohnmobile aber am Abend stehen dann 15 hier. Wir genießen erst mal unseren sehr leckeren Heidelbeerkuchen und Tee mit Cognac, den ich von Ludmila Selenska bekommen habe. Um 17 Uhr gehen wir zu der verpflichtenden Weinprobe und sind begeistert über die Weine. Wir bestellen 6 Kartons, vor allem Gewürztraminer. 2 FLaschen Wein bekommen wir gleich geschenkt. Thomas geht dann zum einkaufen nach Kaysersberg und ich genieße die Sonne, die ins Womo scheint.

Zum Abendessen gibt es die 2 Rießengarneelen und die etwas kleineren. Aufgemerkt: Das Kilo Größe U/10 für 11 Euro!

Donnerstag, 1.1.2026 - Neujahr     In unserer Nähe wurden ein paar Feuerwerke abgeschossen aber wir sind nicht vor die Tür bei dieser Kälte. Wir gehen um 15.30 Uhr nach Kaysersberg (2500 Einw.). Der Weg führt schön durch die Weinberge und durch Kintzheim, mit einem Kriegs-Mahnmal.

Kartoffel mit Speck und Münsterkäse.
Ist das lecker!

Von wegen Russenmützen sind nicht modern! Die muss ich mir kaufen.

Es gefällt uns sehr gut hier. Vor allem sind nicht so viele Menschen unterwegs. Wahrscheinlich schlafen sie noch alle oder müssen sich erholen.

Die Figuren haben sich bewegt. Einmalig dieser Ort!

Es wird dunkel und wir müssen noch
3 km durch die Nacht wandern. 

Ich bin froh, als wir unser Ziel erreicht haben

Freitag, 2. Januar Wir holen unseren Wein ab und bekommen noch einen Karton Chardonnay und 2 Flaschen Pinot gris geschenkt. Was für eine Überraschung! Gut, dass wir keine Fahrräder dabei haben.

Ein Blick noch auf die Burg, dann fahren wir nun doch noch nach Dambach-la-Ville. Auf dem Camping-Car-Park, 2 km außerhalb, sehr ruhig.

Unterwegs sehen wir wieder eine schöne Verkehrsinsel. Auf dem Camping-Car-Park, 2 km außerhalb ist es sehr ruhig. Und mehr als 5 Wohnmobile finden sich nicht ein. Na ja, der Ort ist zwar berühmt für seine Grand Cru Weine aber sonst ist er nicht besonders. Im Sommer wahrscheinlich zum wandern und radfahren schön.

Wir lassen es uns nochmal gut gehen und genießen die französische Jakobmuschelpastete und Thomas seine geliebten Bulots - die bekommt er so schnell nicht wieder. Auch die Bauernpastete schmeckt sehr gut. Wir müssen unseren Kühlschrank leeren

Samstag, 3.1.  sehr kalt, unter 0°C. Zunächst scheint die Sonne aber als wir losmarschieren, fängt es an zu schneien.

Aber wir haben ja unsere neuen Mützen, die wir in Kayserbereg gekauft haben. Und sie sind wirklich sehr warm. Für Sibirien, aber auch für Norwegen

In der Patisserie Kamm kaufen wir uns sehr leckere Törtchen und eine Apfeltarte, die wir uns dann im Womo schmecken lassen. Der Ort ist nicht wirklich sehenswert.

Am Sonntag beschließen wir aufgrund des schlechten Wetters, dass wir nochmal die Ruhe genießen. Und morgen fahren wir heim, bevor es noch mehr schneit und wir von einem Stau zum anderen fahren.

 

Wir kochen noch Käse-Schinken-Spätzle mit Münsterkäse und einen Salat. Die Portion ist zu groß, da bleibt mal wieder etwas übrig.

Montag, 5.1. Thomas hatte gestern noch ein paar Kannen Wasser aufgefüllt, damit wir noch etwas für die Heimfahrt haben.

Wir lassen also nur noch unsere Tanks ab und machen uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Heimweg - ohne Stau! Wir kaufen unterwegs noch ein: Himbeertörtchen für unterwegs und Milch und Brot für daheim. Um 18 Uhr kommen wir zuhause an.

 

Fazit: Es war ein toller Urlaub! Wir haben wunderschön geschmückte Dörfer und Städte gesehen. Strasbourg haben wir bewußt ausgelassen , weil wir wußten, dass es dort immer sehr viele Touristen gibt und der Campingplatz ist sehr außerhalb. Colmar war vorgesehen, weil es eine wunderschöne Stadt ist. Aber es war so viel los und kein Übernachtungsplatz zu finden. Da müssen wir im Frühjahr mal hin. Mit dem Wetter hatten wir Glück. Es war sehr kalt aber es hat nur am Ende des Urlaubs geschneit. Oft hatten wir Sonne. Und wir haben mal wieder sehr gut gegessen in Frankreich. Auch wenn wir wieder immer selbst gekocht haben. Wir mögen keine Restaurantreservierung und spontan ist das in Frankreich kaum möglich. Leider war ich sehr erkältet, sodass unsere Wanderungen sehr kurz ausgefallen sind.