Loiretal im MAi 2024

Abfahrt:  Mittwoch, 29. Mai um 13 Uhr nach Hettange-Grande zu Beate.

Gute Fahrt, aber das Navi schickt uns dieses Mal über Luxembourg, wo wir die Gelegenheit zum günstigen tanken wahrnehmen. 

Von Martina haben wir Hochbeete für Beate im Womo. Alles gut gesichert, kommen sie unbeschadet bei Beate an.

 

Ankunft: 18 Uhr und Beate hat wie immer eine wunderbares Essen vorbereitet. Einen leckeren Vorspeisenteller mit Champagner und danach eine leckere Quiche.

 

Am nächsten Morgen ist auch Dominique da und wir frühstücken alle zusammen. Das letzte Mal habe ich ihn vor 20 Jahren gesehen. Die Freude ist groß.

 

 

Vor der Abfahrt stellen wir noch die Hochbeete auf.

 

Dann geht die Fahrt los.

 

Wir kaufen noch in einem kleinen Supermarkt in Fresange ein, wo die Oma Simone wohnt. Wir nehmen Schockocroissants mit, die wir nachmittags bei einem kleinen Stopp essen.

Unser Navi schickt uns mal wieder etwas durch die Gegend und so kommen wir schließlich erst um 20.30 in Fontainebleau an.

Direkt vor dem Schloß dürfen Womos übernachten. Die letzten 500m sind Pflastersteine und sehr holprig. Bestimmt ist der Weg schon 1000 Jahre alt. Schön ist der Platz nicht aber er erfüllt seinen Zweck und er ist kostenlos. Eine VE gibt es nicht.

 

Nach der langen Fahrt gibt es zuerst mal Abendessen. 

 

 

Wir haben ja in Fresange vorgesorgt und und eine leckere Lachs-Spinat-Quiche gekauft. Danach, wie kann es in Frankreich anders sein, gibt´s Käse. Und ein gutes Gläschen Wein darf auch nicht fehlen.  

Freitag, 31. Mai. bewölkt bei ca. 12°C. Wir stehen um 7:30 auf und es gibt ein königliches Frühstück, wenn man schon vor einem berühmten Schloß steht. Feigenmarmelade auf Ziegenfrischkäse und Mousse de Canard! Wir sind in Frankreich!

Als wir um 10 Uhr zum Schloß wollen, gibt´s eine Überraschung. Portal geschlossen! Leider läßt uns ein Parkwächter auch nicht rein. Wir müssen um den großen Park drum herum laufen. Nach 20 min. erreichen wir einen Eingang. Eintritt kostet nur das Schloß.

Diese Blüte sahen wir schon in der Normandie aber wir wissen nicht, wie sie heißt.

Es ist viel los, denn gestern war Fronleichnam und heute haben die Franzosen wahrscheinlich auch einen Brückentag. Paris ist nur 60 km entfernt, da macht manchmal einen schönen Ausflug hierher. Wir entscheiden, dass wir das Schloß nicht besuchen. Wir haben auch schon so viele Schlösser gesehen und wir wollen ja an die Loire. Sehenswert wäre das Schloß aber. Der Eintritt mit 14 Euro lohnt sich nur, wenn man sich viel Zeit nimmt. 

Château de Fontainebleau. Bauanfang des heute sichtbaren Zentralbaus war 1528. Das Schloss gilt als erster Renaissancebau auf französischem Boden. Es wurde in der Zeit der Könige Heinrich IV., Ludwig XIII. und Ludwig XIV. mehrfach umgebaut. 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Es ist das einzige Schloss, das von allen Herrschern des 12. Jahrhunderts bewohnt wurde und ist das am besten ausgestattete der französischen Königsschlösser mit über 1.500 Zimmern.

Wir waren aber nicht im Inneren, weil das Wetter so schön war und uns der 130 ha große Park so gut gefallen hat. Wir wollen uns einfach nur erholen von den letzten anstrengenden Wochen.

Wenn die 2 aufstehen, setzen wir uns schnell hin, bevor wieder andere dieselbe Idee haben. Die Aussicht ist sehr schön.

 

Nach guten 2 Std. sind wir am Womo zurück und die Fahrt wird nach Saint-Aignan im Département Loir-et-Cher gehen, weil es dort einen der größten Zoo´s der Welt gibt.

 

Da das Wetter nicht so schön ist, haben wir uns dieses Ziel ausgesucht. Beate war schon dort und sie fand den Zoo sehr schön. Also, nicht´s wie hin. Wir haben aber 200 km vor uns. Es ist 15 Uhr, das schaffen wir vor Einbruch der Dunkelheit.

Um 18.30 erreichen wir den extra Parkplatz für Wohnmobile, direkt beim Zoo Park Beauval. Es ist sogar kostenlos. Er ist aber schon sehr voll.

Erst mal gibt es Abendessen - eine Paella von Frosta und Salat. Ein fahrender Händler kommt vorbei und verkauft frische Erdbeeren. Wir kaufen 500g für 5,50 Euro. Sehr lecker.

Samstag, 1.6. bewölkt 16,5°C 

Dem Plan nach zu urteilen, werden wir da einiges laufen müssen. Die Tickets haben wir online gekauft. Anstatt 40 Euro kostet es Anfang Juni noch 33 Euro/Pers. Um 10 Uhr sind wir am Eingang.

Auf 45 Hektar werden ungefähr 10.000 Tiere gezeigt, darunter ca. 2200 Vögel und etwa 1500 Tiere im Aquarium. Unter den etwa 800 gezeigten Arten befinden sich 549 Arten, die auf der Roten Liste der IUCN stehen.

Gründerin und Direktorin des Zoos (1980 als Vogelpark gegründet) war bis zu ihrem Tod am 3. Dezember 2021 Françoise Delord. Gegenwärtig leitet ihr Sohn Rodolphe Delord den Zoo. Etwa 600 Personen arbeiten im Zoo, in der Hochsaison etwa 1400.

Die ersten weißen Tiger Frankreichs wurden im ZooParc de Beauval untergebracht . Nach der Ankunft der weißen Tiger in Beauval wurden viele Junge geboren. Sobald sie das Erwachsenenalter erreicht haben, verlassen diese jungen Tiger Beauval, um sich in anderen Zoos fortzupflanzen.

Leider haben wir die Show verpasst, die 20 min. dauert

In allen Restaurant´s stehen die Menschen Schlange. 16 soll es geben. Teuer ist es natürlich auch und so trinken wir bei dem kalten Wetter einen Tee. Leider gibt es keinen Ständchen mit einer Currywurst - das wär´s gewesen.

 

Wir gehen weiter und plötzlich fliegt etwas über unsere Köpfe hinweg. Wir kommen gerade richtig zu einer interessanten  Flugshow

Seit 2015 wird eine halbstündige Flugshow verschiedener Vögel (Greifvögel, Eulen, Marabus, Pelikane, Störche, Kraniche und weitere Arten) geboten. Daran sind jeweils etwa 450 Vögel beteiligt. Eine wirklich tolle Flugschau!   

Wir schlendern weiter durch den rießigen Park.

Seit 2017 hat der Zoo eine eigene Tierklinik.

Die Seilbahn verbindet 2 große ZooParc-Territorien: das Elefantenrevier, nicht weit von den Pandas entfernt, und das Land der Löwen. Von die 24  Glaskabinen aus 40 m Höhe hat man einen schönen Überblick  über die Anlage. Wir werden sie nehmen, wenn wir heim wollen.

Ein weiblicher Panda, wurde am 10. August 2008 in Chengdu, China, geboren. Als sie etwa 4 Jahre alt war, wurde sie von den chinesischen Behörden dem ZooParc de Beauval anvertraut, mit dem Ziel, ein oder mehrere Junge zur Welt zu bringen. 2017 wurde sie zum 1. Mal Mutter und 2021 bekam sie Zwillinge. Der französische Fußballstar Kylian Mbappé, und eine chin. Goldmedaillen Gewinnerin wurden Pate.

Sehr lange stehen wir bei den Pandas. Sie sind so drollig aber sehr scheu.

Nicht nur die Tiere sind schön untergebracht. Der Park ist an sich sehr schön gestaltet. Uns gefällt er sehr gut.

Ein tropische Paradies für eine Vielzahl von Tieren: In 19 Pools und Aquarien  sieht man Anakondas, Riesenotter, Seekühe, Löwenäffchen, Komodowarane, Seekühe, Riesenotter, Zwergflusspferde, Schildkröten, Piranhas, Alligatoren und unzählige tropische Fische uvm.

Bis 19 Uhr waren wir im Park. Es war ein sehr schöner Tag, auch wenn das Wetter nicht so schön war. Im Womo gibt´s sofort eine schnelle Frosta Nudel-Huhn-Pfanne und Tomatensalalt, nachdem wir im Zoo nur Kleinigkeiten gegessen haben. Z. B. eine Waffel mit Nutella für 3,50 und ein Pfefferminztee für 3,50. Wir sind ziemlich kaputt vom vielen staunen und die Wege sind weit.

 

Sonntag, 2.6.   bewölkt, morgens 12°C, mittags 17°C, wo auch die Sonne mal rauskommt. Heute fahren wir nur 40 km weiter in das Dorf Chédigny. Es ist das erste Dorf in Frankreich, das als bemerkenswerter Garten klassifiziert wurde. Der Garten von Chédigny ist kein Garten wie die anderen: Es ist ein „Gartendorf“. Ein Dorf mit knapp 600 Einwohnern. Wir können auf einem Parkplatz am Friedhof übernachten. Es sind nur wenige Schritte ins Rosendorf.

 

Die Identität dieses Dorfes, dessen Bürgersteige 1998 bepflanzt wurden, blüht das ganze Jahr über. Das Dorf hat Tausende von Rosen, darunter 270 verschiedene Arten und mehr als 3000 Stauden. Das Dorf wurde mit 4 Blumen eingestuft, im Wettbewerb der Städte und blühenden Dörfer Frankreichs und erhielt den Preis für die Artenvielfalt der Pflanzen. Schade, dass viele Häuser in einem schlechten Zustand sind. Hier wäre unser deutscher Denkmalschutz nützlich. Den gibt´s in Frankreich auch aber es werden nur sehr interessante Gebäude subventioniert.

Montag, 3.6.  sonnig! mittags 22°C im Schatten.  Eigentlich wollten wir nach Ambois aber wir machen einen Stopp in einem Miniaturpark, kurz vor Ambois.  

Im Maßstab 1:25 sind 40 Schlösser vom Loiretal aufgebaut. 16 Euro/Pers.                      Château Royal de Blois

Château de Chambord. Hier waren wir vor vielen Jahren. Beeindruckend!               Château de Chaumont  da gehn wir noch hin      

Château de Villandry - da waren wir vor vielen Jahren. Es ist aber noch viele km, das werden wir nicht schaffen, nochmal dahin zu fahren. Aber schön sind die Gärten.

Immer noch 158 cm                                                                                                    Château du Clos Lucé.  Auch das werden wir noch besuchen...

            Le Château de Valençay                                              Château de la Bourdaisière                        Château de Loches, nächstes Ziel                                    

                 Château dʼAmboise

 

 

 

 

Château de Loches gefällt uns sehr gut und es gibt einen schönen Campingplatz

Es ist sooo ein schöner Sonnentag.

Das genießen wir!

 

 

 

Es sind nur 48 km nach Loches

Wir bekommen eine schöne Parzelle

                        Château de Chinon

                   Château de Rigny

Wir gehen gleich in den 26°C beheizten Pool - ah, ist das herrlich!!

Der Innenpool (hinten) ist uns mit 32°C zu warm. Aber toll bei kühlem Wetter.

Dienstag, 4.6.  Die Sonne lacht! Mittags 23°C, leicht bewölkt. Für´s Frühstück ist es uns noch zu kühl, deshalb wieder drinnen.

Wir spazieren zum 600 m entfernten historischen Stadtkern, denn wir wollen die Burg besichtigen. Die ist wirklich weitläufig und recht groß, aber der Eintritt kostet 10:50 Euro/P. und den Bildern nach ist es nun nicht so sehenswert. Außerdem scheint die Sonne und wir schaun uns lieber den Stadtkern an.

Wir schaun durch die Absperrung

Dieses Bild ist aus dem Internet. Na ja.

Wir haben um14 Uhr Hunger und denken mal wieder nicht dran, dass um diese Zeit die Restaurant´s in Frankreich "fermee" sind. Und "Pommesbude" gibt´s nirgends in Frankreich.

Dann gehen wir eben heim und stecken eine Pizza in den Ofen. Sind wir froh, dass noch eine im Gefrierschrank ist.

Mittwoch, 5.6. sonnig und leicht bewölkt, 22°C. Um 9:00 Uhr gehen wir zum Wochenmarkt, der uns in Frankreich immer gut gefällt. Und klar, wir kaufen wieder mal viel ein. Ein 2 Jahre alter Greyer und einen Käse aus dem Loiretal. Beide das kg 50 Euro. Wir nehmen 2 kl. Stücke. 2 Kotellet´s und 2 Hackfleischröllche. Und  für´s Mittagessen später Paella mit 2 Stück Hähnchenschenkel. Große Portion für 7 Euro.

Am Spätnachmittag gehen wir nochmal in den Pool aber mir bekommt es nicht gut, mein Blutdruck geht hoch. Ich gehe zum duschen und Haare waschen. Thomas bleibt noch lange im Pool. Dieses Mal sind noch 3 andere Gäste im Pool.

 

Donnerstag, 6.6. sonnig bei 22 - 23°C. Thomas geht in der Früh nochmal schwimmen.

Um 10:30 Uhr packen wir zusammen und fahren zum einzukaufen.  Für uns der beste Supermarché in Frankreich.

Um 14 Uhr kommen wir auf dem Campingplatz Municipal de l'île d'Or in Ambois. Er ist gut besucht. Wir bekommen noch einen großen Platz. Ohne Strom kostet er in der NS 17 Euro. Rechts eine Luftaufnahme.

Wir machen noch einen kleinen Abendspaziergang und begegnen gleich Leonardo da Vinci, der hier in Ambois die letzten 3 Jahre seines Lebens hier verbrachte.

Freitag, 7.6.  sonnig bei 23°C

Wir wollen heute das Château du Clos Lucé und den anschließenden Parc Leonardo da Vinci besuchen. Wir schlendern durch die Altstadt, die wir vor vielen Jahren schon besucht haben. Auch im Schloss von Ambois waren wir damals.

Über dieses Balkon kommt man in die Räume. Thomas bezahlt 17 Euro und ich 9 Euro Eintritt. Zuerst besichtigen wir die Räume des Schloßes. Es sind wenige aber interessant.

Das seit zwei Jahrhunderten im Besitz der Familie Saint Bris befindliche Schloss Clos Lucé gewährt einen vollständigen Überblick über die Eingebungen Leonardo da Vincis. Sein Zimmer, seine Küche, sein Arbeitszimmer, die Renaissance-Säle, die Kapelle mit den von seinen Schülern gemalten Fresken sowie 40 seiner Erfindungen zu den Bereichen der Kriegstechnik, des Städtebaus, der Mechanik, der Flugtechnik und der Hydraulik.
Der Leonardo da Vinci - Park: ein landschaftlicher Rundgang, der den Kenntnissen des Meisters aus der Toskana gewidmet ist

1516-1519:  König Franz I., fasziniert vom Talent Leonardo de Vinci nannte ihn "Erster Maler, Ingenieur und Architekt des Königs".

Er bot ihm Château du Clos Lucé an, das sich ganz in der Nähe des Königsschlosses von Amboise. Eine unterirdischer Geheimgang verband angeblich das Château du Clos Lucé mit dem Château Royal d'Amboise und erlaubte den beiden Männern, sich täglich zu treffen. 

Von den Fenstern hat man einen schönen Blick in den Garten und auch zum Schloß Ambois

Im Untergeschoss sieht man in Videos und Exponaten mit viele  Erfindungen von Leonardo da Vinci.

Thomas würde mir gerne alles ganz genau erklären. Mir ist das zu technisch.

Nach soviel Technik braucht´s erst mal eine kleine Stärkung 

... aber dann geht´s in den sehr schönen und sehr großen Park

Gela zieh!

Na ja, Mona Lisa lächelt. Model sitzen wär nicht Gela´s Ding

Eine Diashow mit Erklärungen in französisch

Nochmal ausruhen nach 3 Std spazieren und staunen. Dann beschließen wir, noch eine Stadtrundfahrt zu machen

Mit 8 Euro/Pers. die teuerste Fahrt zum Campingplatz die wir je hatten. 30 min. Viel gesehen hat man nicht, deshalb sind wir auch bei Halbzeit ausgestiegen.  Aber so sind wir schnell am Womo und es war nett, mal wieder "Bähnele" zu fahren.

 

Als Vorspeise gibt´s Crevetten und Thomas bruzzelt auf seiner neuen Errungenschaft, eine Induktionsplatte, Gemüse-Nudel-Pfanne. Der gekaufte Wein aus Saumur für 6 Euro hat uns nicht geschmeckt. In Frankreich muss man einfach einiges mehr ausgeben. 

Wir sind heute viel gelaufen und haben viel gesehen. Wir sind müde und gehen schon um 20 Uhr!!! schlafen.

 

2 Std. später hör ich ein seltsames Geräusch und schau aus dem Fenster...

Samstag, 8.6. sonnig bei 23°C  Heute machen wir mal einen Faulenzertag. Wir machen nur einen kleinen Spaziergang rund um die Insel, die sich als sehr schön entpuppt. 

Sonntag, 9.6. leicht bewölkt, teilweise windig, 23°C.  Wir fahren nur 28 km weiter nach Chaumont auf den Municipla Camping Greve. Auch dieser Platz kostet wieder 17 Euro ohne Strom, den wir ja nicht brauchen. Da wir heute morgen etwas gebummelt haben, kommen wir gerade noch vor 12.30 Uhr an, also noch vor der Mittagspause. Und so können wir uns gleich hinstellen, wo wir wollen. Parzellen gibt es keine aber viel Platz. Wir finden ein schönes Plätzchen direkt an der Loire und weit und breit niemand sonst. Wir stehen auf der unebenen Wiese, die anderen haben sich ebene, gerichtete Flächen ausgesucht. Wir fahren nur 28 km weiter nach Chaumont auf den Municipla Camping Greve. Auch dieser Platz kostet wieder 17 Euro ohne Strom, den wir ja nicht brauchen. Da wir heute morgen etwas gebummelt haben, kommen wir gerade noch vor 12.30 Uhr an, also noch vor der Mittagspause. Und so können wir uns gleich hinstellen, wo wir wollen. Parzellen gibt es keine aber viel Platz. Wir finden ein schönes Plätzchen direkt an der Loire und weit und breit niemand sonst. Wir stehen auf der unebenen Wiese, die anderen haben sich ebene, gerichtete Flächen ausgesucht. Ein schöner Blick auf das Château de Chaumont-sur-Loire.

Wir machen uns gleich auf den Weg zum Château de Chaumont-sur-Loire, das nur 1 km entfernt ist.Anstatt 20 Euro/Pers. bezahlt auch wieder nur Thomas als Begleitperson 12 Euro. Ob das korrekt ist wissen wir nicht aber wer spart nicht gerne Geld. Unserem Rentenkonto tut´s gut. Dem Plan nach ist der Park sehr groß und wir sind gespannt.

"Die 2007 von der Region Centre-Val de Loire erworbene Domaine von Chaumont-sur-Loire ist zu einem Ort auf den Gebieten von Kunst und Gärten geworden, der nicht mehr wegzudenken ist. Die Domaine besitzt eine „dreifache Identität“: als Stätte des Kulturerbes, der Geschichte und der Gartenkunst wird sie zu einem einzigartigen Ort an der Schlösserroute der Loire"

Bereits im 10. Jahrhundert ließ der Graf von Blois, Eudes I., eine Festung errichten, um Blois vor den Angriffen zu schützen. Als Dank für seine Unterstützung schenkt er Chaumont dem normannischen Ritter Gelduin dem Jüngeren. Sein kinderloser Sohn und Nachfolger Geoffroy wählt seine Nichte Denise de Fougères zur Erbin. Sie heiratete 1054 Sulpice I. d’Amboise: Chaumont ging für fast fünf Jahrhunderte in den Besitz der Familie d’Amboise über. 1465 lässt Ludwig XI. die Gebäude und Erweiterungen zerstören und es wechselten verschiedene Besitzer. 1560 kaufte Katharina von Medici, die Witwe von König Heinrich II. das Schloss Chaumont und zwang Diane de Poitiers, die ehemalige Favoritin des Königs, ihr im Gegenzug das Schloss Chenonceau zu überlassen. Diese ließ einige Arbeiten durchführen und brachte ihr Wappen über den Maschikulis des Wehrgangs an. Zwischen dem Ende des 16. und der Mitte des 18. Jahrhunderts wechselten viele Besitzer des Schlosses Chaumont einander ab. 1875 kaufte Marie-Charlotte Constance Say, Tochter und Erbin des reichen Rohrzuckerraffinierers Constant Say, das Anwesen von Chaumont. Sie heiratete den Prinzen Henri-Amédée de Broglie. Die beiden vergrößerten und verschönerten das Anwesen. Einführung von Elektrizität, Zentralheizung und fließendem Wasser. Im Jahr 1884 legte der Landschaftsarchitekt Henri Duchêne den Zierpark an, der das Schloss umgibt. Doch 1938 verkaufte die bankrotte Prinzessin das Anwesen für 1 800 000 Goldfrancs an den Staat. Seit 2007 gehört das Anwesen Chaumont-sur-Loire der Region Centre und ist seit Oktober 2008 ein Centre Culturel de Rencontre: eine vom Ministerium für Kultur und Kommunikation anerkannte Einrichtung, die sich mit der Bewahrung des Kulturerbes und der künstlerischen und kulturellen Entwicklung befasst. Inzwischen gehört alles aufgrund seiner kulturellen Landschaften zum Welterbe der UNESCO.

Ups, was ist denn das für eine seltsame Kapelle?

Hier hätte sich der Gobelinstuhl von Ingrid gut gemacht.

Im 15. und 16. Jahrhundert ist der Ratssaal ein Festsaal.  Der Wandbehang, von denen es weltweit nur zwei gibt – in Chaumont-sur-Loire und im bayrischen Nationalmuseum von München –, besteht aus acht Wandteppichen und wurde Ende des 16. Jahrhunderts (1570) in der Werkstatt des Webmeisters Martin Reymbouts in Brüssel gewebt. Die Wandteppiche wurden zusammengefügt, um die Wände des großen Saals im Ostflügel (Ratssaal) in der ersten Etage des Schlosses zu schmücken.

Der Boden dieses Saales ist mit einem besonderen Kunstwerk ausgekleidet: sogenannten Majolika-Fliesen. Majolika ist zinnglasierte Keramik, deren Herstellungsart von spanischen Kunsthandwerkern der Baleareninsel Mallorca nach Italien eingeführt wurde. Die Majolika-Fliesen stammen aus dem Palazzo Collutio in Palermo auf Sizilien.

Wir sehen uns die Kapelle nochmal an und erfahren: Es handelt sich um ein Kunstwerk von dem Künstlerpaar Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger, aus der Schweiz. "Sie kultivieren künstliche Pflanzen und kristalline Gewächse, füllen die Wände mit fröhlichen Fresken und wenden sich ihrem Gegenüber mit entwaffnendem Charme zu". Das Kunstwerk heißt "Les pierres et le printemps", also "Steine und Frühling". Aha! Na, ja, Kunst muss man nicht immer verstehen, aber interessant!

Wir schaun noch aus dem Fenster ...

... aber dann gehen wir lieber in den 21 ha großen Park der 1884 - 1888 von Henri Duchêne, ...

... dem bedeutendsten französischen Landschaftsarchitekten des späten 19. Jahrhunderts, gestaltet wurde.

Links: Thomas und sein neuer Lieblingsbaum. In unserem letzten Urlaub in der Normandie hat er gleich 3 Stück davon in einer Gärtnerei gekauft. Aber bis die so groß sind wie dieser... Das wird dauern.

Auch das soll wahrscheinlich ein Kunstwerk sein, denn es hängen Blumentöpfe am Baum. Sieht auch interessant aus. Und im Hintergrund rießiger Bambus.

Es kommen einige km zusammen, da muss man sich zwischendurch mal ausruhen

Es gibt sehr viele Rosen im Park

So ein Thron ist ganz gemütlich! Da lässt es sich aushalten

In einer Orangerie gibt´s exotische Pflanzen

Das war wirklich ein sehr schöner Nachmittag! Herrliches Wetter und ein wunderschöner Park! Im Schloss waren wir fast alleine, weil die Franzosen ihr Mittagessen ja heilig ist. Und im Park verläuft sich der Besucherandrang. Zwischendurch haben wir einen kleinen Imbiss zu uns genommen. 1 mit Schinken und Salat belegtes Baguette (nicht Pain, also klein), 1 Tee, 1 Kaffee für 13,50 und für den 2 Kugeln Eis für 11 Euro. Beides hat gut geschmeckt.

 

 

Um 18 Uhr sind wir wieder beim Womo und haben erst mal großen Hunger. Da muss ein 3-Gänge Menü her.

Erst mal unsere geliebte Mousse Foie de Canard auf Baguette, dann kocht Thomas draußen mexikanischer reis mit Hähnchenstreifen und Gemüse und dann gibt´s noch Ziegenkäse auf Baguette mit gemischtem Salat. Dazu Cidre. So, jetzt sind wir satt! Das war lecker nach dem anstrengenden Nachmittag! 

Am Abend fahren nochmal Heißluftballons über unsere Köpfe. Ja, man sagt "fahren".

Und heute morgen um 5:30 wurden wir auch wieder von dem Geräusch geweckt.

Montag, 10.6. bewölkt, 19°C, nachmittags Nieselregen. Heute rollern wir die 18 km nach Blois, schön entlang der Loire, die fast schon Hochwasser hat aber nicht überläuft, wie die Murr in Murrhardt, wie Michael berichtet hat auf WatsApp. 

Wir stellen unseren Roller direkt am Schloss ab, aber uns ist nicht nach Besichtigung. Wir wollen uns die Innenstadt ansehen und laufen um das Schloss herum.

Wir entdecken das Maison de la Magie Robert-Houdin, ein Museum, das sich auf Illusion und Beschwörung spezialisiert hat. Jean Eugène Robert-Houdin war einer der bedeutensten Zauberer des 19. Jh. Eigentlich hat er Uhrmacher gelernt.

Das Museum ging aus dem Privatmuseum des Enkels von Jean Eugène Robert-Houdin hervor. Die Sammlung wurde 1981 der Gemeinde vermacht und zunächst von 1985 bis 1991 im Schloss von Blois gezeigt. 1998 richtete man gegenüber dem Schloss in einem bürgerlichen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das heutige Maison de la Magie ein.  

Rein gegangen sind wir nicht. Aber es ist lustig, wenn jede halbe Std. die 6 Drachenköpfe aus den Fenstern kommen und sich hin und her bewegen.

Wir setzten unseren Spaziergang durch die Innenstadt fort und kommen an der Denis-Papin-Treppe vorbei. Sie stellt seit jeher eine Verbindung zwischen der Oberstadt und der Unterstadt von Blois her. 120 Stufen. Ganz oben befindet sich eine Statue von Denis Papin. Sie wurde von Aimé Millet (franz. Bildhauer 1819 - 1891) geschaffen und am 29. August 1880 eingeweiht.

Seit 2013 sind die Treppenstufen mit riesigen Kunstwerken "verkleidet", die auf das Geschehen in der Stadt reagieren. Dieses Jahr auf die Olympischen Spiele in Paris.

Denis-Papin (* 22. August 1647 in Paris; 1714) war ein französischer Physiker, Mathematiker und Erfinder.

Kathedrale Saint-Louis: Im Inneren sind 33 zeitgenössischen Glasfenster zu sehen - im Kirchenschiff und in den Seitenschiffen das Werk des niederländischen Künstlers Jan Dibbets, die Glasfenster im Chor stammen von Lobin (1860).

Hinter der Kathedrale Saint-Louis befindet sich ein schöner kleiner Rosenpark, den wir uns natürlich ansehen wollen.

Man sieht noch wenige Fachwerkhäuser in der Altstadt. Wir gehen zu unserem Roller und treten die Rückreise an. Unterwegs kaufen wir noch ein. Das hätten wir mal seinlassen, denn dann fängt es an zu regnen, was auf dem Roller nicht so toll ist. Aber wir kommen einigermaßen trocken am Womo an.

Am Dienstag fahren wir entlang der Loire nochmal an Blois vorbei und fahren auf den Campingplatz Val de Flux in Beaugency.

 

Hinter uns stellt sich unser kleine Bruder hin, mit einem netten Ehepaar aus Lübeck

Mittwoch, 12.6. leicht bewölkt, 22°C.  Heute frühstücken wir zum ersten Mal in diesem Urlaub draußen. Da gibt´s mal Rührei mit Speck.

Heute wollen wir uns das 8 km Château de Meung-sur-Loire ansehen. Ein Highlight ist es nicht, denn alles müßte dringend revoniert werden. Auch der Park ist nicht sehenswert. Wir rollern, da das Wetter sehr nach Regen aussieht.

Die Rückseite des Schlosses sieht schöner aus. Der Eintritt kostet 12 Euro (Gela 10 Euro)

Château de Meung-sur-Loire ist eines der größten und ältesten Schlösser des Loire. Bis zur Revolution war es die prestigeträchtige Residenz der Bischöfe von Orléans. Um 800 als Burg erbaut wurde sie mehrfach umgebaut und ist seit mehreren Jahren eine private Residenz, die für Besucher geöffnet ist. Die Burg  war auch ein strategischer Ort im Konflikt zwischen Engländern und Franzosen während des Hundertjährigen Krieges: Jeanne d'Arc befreite sie nach ihrem Sieg bei Orléans.

Auf Anfrage schreibt Michael: Ein Hackbrett, auch Zither genannt. Sehr groß und wahrscheinlich sehr alt.

La Lingerie ist eigentlich die unterwäsche bzw. Dessous. Vielleicht wurde hier auch gebügelt.

Im Park gibt es einen kleinen Bereich mit Drachen und lauten Geräuschen. Ob das für Kinder geeignet ist???

 

Wir sind aber hauptsächlich wegen eines anderen Gartens hierher gekommen  -->

Es sollen mehr als 450 Sorten alter Rosen, die mit Stauden und Ziersträuchern vermischt sind, geben. Viel erfahren wir nicht über den Garten, nur, dass er im Jahr 2000 angelegt worden sein soll. Aber werden Rosen in 24 Jahren so groß??

Nachdem wir je 5 Euro für Eintritt bezahlt haben, wundern wir uns zunächst?? 

Hühner, Enten, Gänse? Bauernhof???

Es gibt tatsächlich viele Rosen und richtig große Rosenbäume.

Donnerstag, 13.6. leicht bewölkt, 19°C. So langsam neigt sich unser Urlaub dem Ende und wir treten heute die Heimreise an. Wir wollen etwas durchs Land fahren und zunächst die Autobahn meiden. Wir haben uns mit den Lübeckern verabredetauf dem Camping Chalons-en-Campagne aber wir verfahren uns. Schließlich landen wir auf dem teuersten und nicht schönen Campingplatz in Geraundot, Les Rives du Lac (27 Euro). Auf den Bildern hat das so schön am See ausgesehen. Der war aber über der Straße. Ja, so kann man sich täuschen. Für 1 Nacht ok.

Freitag,14.6. bewölkt mit Regenschauer. Weiter geht die Fahrt über´s Land, das dauert länger aber man sieht sehr viel. Unterwegs kaufen wir noch 10 Flaschen Cidre ein, das reicht uns eine Weile. Abends erreichen wir den einfachen aber schönen Campingplatz Camping Base De Plein Air in 55300 Saint-Mihiel,  direkt an der Maas. Der nette junge Mann stellt uns mitten auf einen Weg, der geschottert ist, weil er Sorge hat, dass wir einsinken. Wir bezahlen ohne Strom 9,44 Euro. Morgen früh können wir Brötchen bekommen.

Abends schauen wir Fußball. EM Eröffnung. Deutschland - Schottland 5:1. Glück gehabt.

Samstag, 15.6. leicht bewölkt, teils sonnig, windig. Thomas holt die "Brötchen" (hat der junge Mann gesagt. Es sind aber Ficelle, das sind kleine Baguettes. Na das reicht bis wir daheim sind.

Nach einem leckeren Frühstück gondeln wir weiter übers Land. Fahren dann bei Metz auf die Autobahn bis Kaiserslautern, wo wir einen Stopp einlegen wollen. Ich habe im Internet dort einen Japangarten gessehen, der mit 12500 qm einer der größten in Deutschland sein soll. In der Nähe gibt es nur einen Parkplatz für PKW aber wir stellen uns an die Seite und bezahlen 3 Euro. Wir behindern niemand und so denken wir, ist das kein Problem. Als wir zurückkommen hängt eine Verwarnung am Fenster, weil wir außerhalb der Parkfläche parken. !0 Euro. Wir ärgern uns über so Engstirnigkeit. Das gibt´s wahrscheinlich nur in Deutschland. In Frankreich wäre das überhaupt kein Problem gewesen. Der Park ist sehr schön aber klein. Lohnt sich eigentlich nicht. Th. zahlt 6,50, ich 5,50.

Wir essen eine Kleinigkeit für 20 Euro mit 1 Wasser, 1 Bier. War gut.

Wir gehen noch zu einer Gartenschau in der Nähe. Diese entpuppt sich aber als Familienpark mit vielen Spielplätzen und Dinosaurier aus Kunststoff. Eintritt Th. 8,00, ich 6,00. Hat sich auch nicht gehlohnt. Kaiserslautern besuchen wir nie mehr. Blumen gab´s wenig.

Um 19 Uhr kommen wir daheim an. Fazit: Es war ein erholsamer Urlaub, da Thomas bedingt durch seine OP nicht fahrradfahren durfte und wir so nur schöne Spaziergänge gemacht haben. Wir hatten wenige aber schöne Highlights. Unsere Übernachtungen waren dieses Mal äußerst günstig. Das Wetter - na ja, wir haben nur 2 mal draußen gefrühstückt. Abe es war ok. Nächstes Mal geht es an der Loire Richtung Atlantik, aber das wird warten müssen.